Attacke gegen Kritiker
Erdogan kämpft um Millionen Wählerstimmen
publiziert: Samstag, 29. Mrz 2014 / 17:19 Uhr / aktualisiert: Samstag, 29. Mrz 2014 / 17:48 Uhr
Recep Tayyip Erdogan ermuntert seine Bürger zum Wählen. (Archivbild)
Recep Tayyip Erdogan ermuntert seine Bürger zum Wählen. (Archivbild)

Istanbul - Am Vortag der türkischen Kommunalwahlen hat Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan nochmals leidenschaftlich um Stimmen in der Millionenmetropole Istanbul geworben und seine Kritiker attackiert. Im Stadtbezirk Atasehir rief er die Wähler am Samstag auf, an den Urnen gegen den «Verrat» an seiner Regierung zu protestieren.

5 Meldungen im Zusammenhang
«So etwas gibt es in keinem anderen Land der Welt», wiederholte Erdogan seine These eines Komplotts der sogenannten Gülen-Bewegung «gegen die Interessen des Landes».

Insgesamt waren in Istanbul am Samstag fünf Wahlkampfreden des islamisch-konservativen Politikers der Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP) geplant, der einst selbst Bürgermeister der Grossstadt war.

Geplant war dort auch eine Massenveranstaltung der säkularistischen Republikanischen Volkspartei (CHP), der wichtigsten Oppositionskraft, mit zehntausenden Teilnehmern. «Wer Istanbul für sich gewinnt, gewinnt auch die Türkei», hatte Erdogan im Vorfeld erklärt. Jeder fünfte der insgesamt 50 Millionen türkischen Wahlberechtigten lebt in der Metropole am Bosporus.

Wichtige Wahlen

Die Wahlen am Sonntag sind als Stimmungsbarometer nicht nur deshalb wichtig, weil sie der erste Test seit den Gezi-Demonstrationen des vergangenen Sommers, den Korruptionsvorwürfen gegen die Regierung vom Dezember und mehreren Erdogan-Affären ist. Das Wahlergebnis wird auch mit entscheidend für die Frage sein, ob sich der 60-jährige Erdogan im August um das Präsidentenamt bewirbt.

Bei der letzten Kommunalwahl 2009 hatte die AKP mit 38,8 Prozent im Landesdurchschnitt alle anderen Parteien hinter sich gelassen. Vor allem wichtige Städte wie Istanbul und Ankara blieben in der Hand des Erdogan-Lagers, die CHP landete mit 23,1 Prozent weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz.

In letzten Umfragen lag der amtierende Bürgermeister von Istanbul, der AKP-Politiker Kadir Topbas, knapp vor seinem CHP-Herausforderer Mustafa Sarigül.

(bg/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von einer Leserin oder einem Leser kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Ankara - Die Gerechtigkeits- und ... mehr lesen
Recep Tayyip Erdogan. (Archivbild)
Erdogans Popularität litt durch das brutale Vorgehen der Polizei gegen Demonstranten, die im vergangenen Jahr gegen ein Bauprojekt im Istanbuler Gezi-Park protestierten.
Ankara - Trotz des Korruptionsskandals um Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat die türkische Regierungspartei bei den Kommunalwahlen ihre Position als stärkste Kraft ... mehr lesen
Istanbul - Der türkische Präsident ... mehr lesen
Abdullah Gül und Recep Tayyip Erdogan sind politische Weggefährte.
Die...
Stärke von R. Erdogan liegt hauptsächlich an der Schwäche der Opposition. Kemal Kilicdaroglu, Führer der wichtigsten Oppositionspartei, sieht neben R. Erdogan wie eine politische Witzfigur aus. Er kann kaum frei reden, stottert bei jedem Satz, hat keine Führungsqualitäten, ist nicht charismatisch.
Und mit M. Sarigül ist der Opposition eine völlige Deplatzierung gelungen. Dieser Mann ist nachweislich durch den Korruptionssumpf gestapft.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Der erste Wahlgang soll annuliert werden.
Untersuchungskommission empfiehlt Neuwahlen  Port-au-Prince - Angesichts Haitis anhaltender Wahlkrise hat eine unabhängige Untersuchungskommission Neuwahlen für das Präsidentenamt empfohlen. Der Leiter der Kommission, François Benoit, riet am Montag zur Annullierung des ersten Wahlgangs der Präsidentenwahl. mehr lesen 
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs ... mehr lesen
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
US-Wahlen  Washington - Der US-Republikaner Marco Rubio will nicht als Vize-Präsidentschaftskandidat unter Donald Trump antreten. «Ich wäre nicht die richtige Wahl für ihn», sagte Rubio dem Fernsehsender CNN am Sonntag. mehr lesen  
Mit 55,8 Prozent der Stimmen  Orlando - Im US-Wahlkampf hat die libertäre Partei den ehemaligen Gouverneur Gary Johnson zu ihrem Kandidaten für die Präsidentschaftswahl gekürt. Der 63-Jährige erhielt beim Parteitag am ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Do Fr
Zürich 3°C 22°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 6°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 10°C 19°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Bern 4°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Luzern 6°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Genf 8°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
Lugano 9°C 20°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig recht sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten