Hartes Vorgehen nach Tod von Soldaten
Erdogan kündigt Vergeltung gegen PKK an
publiziert: Mittwoch, 17. Aug 2011 / 20:13 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 18. Aug 2011 / 00:05 Uhr
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.
Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan.

Istanbul - Bei einem Angriff kurdischer Rebellen sind am Mittwoch in der Provinz Hakkari mindestens neun Mitglieder der türkischen Sicherheitskräfte getötet worden. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) an.

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Türkische Fernsehsender berichteten, bei dem Angriff seien acht Soldaten und ein Mitglied der lokalen Miliz getötet worden. Weitere Personen wurden verletzt. Die PKK hatte einen Militärkonvoi mit der Zündung von Panzerminen gestoppt und danach das Feuer eröffnet.

Erdogan sagte, der Angriff im äussersten Südosten der Türkei habe sich in den frühen Morgenstunden ereignet. Ein PKK-Sprecher im Nordirak bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass Kurdenrebellen die Soldaten in einen Hinterhalt gelockt hatten.

Noch am Mittwoch bombardierte die türkische Luftwaffe Medienberichten zufolge mutmassliche Stützpunkte der PKK im Nordirak. Der Fernsehsender NTV berichtete, etwa 15 Kampfflugzeuge hätten von einem Militärstützpunkt in der Türkei abgehoben. Die den Rebellen nahestehende Nachrichtenagentur Firat meldete, Kampfflugzeuge griffen ausserdem den Berg Kandil nahe der Grenze zum Iran an.

PKK kämpft seit 1984

Erdogan hatte bereits in den vergangenen Tagen für die Zeit nach dem Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan am 30. August einen verschärften Kampf gegen die kurdischen Rebellen angekündigt. Am Mittwoch sagte er aber, Ankara werde nun nicht mehr warten.

Auch jene, die sich nicht vom Terror distanzierten, würden einen «Preis zahlen», sagte er in Anspielung auf die Kurdenpartei BDP, die von den Behörden als verlängerter Arm der verbotenen PKK betrachtet wird.

Die PKK, die von der EU und den USA als Terrororganisation eingestuft wird, kämpft seit 1984 gegen den türkischen Staat. Seitdem hat der Konflikt mehrere zehntausend Menschen das Leben gekostet.

(bg/sda)

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