Erdogan verzichtet - Gül soll Staatspräsident werden
publiziert: Dienstag, 24. Apr 2007 / 12:19 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Apr 2007 / 19:26 Uhr

Ankara - Angesichts anhaltender Massenproteste hat der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan auf eine Präsidentschaftskandidatur verzichtet. Erdogan gab stattdessen die Kandidatur von Aussenminister Abdullah Gül bekannt.

Erdogan verzichtet auf eine Kandidatur.
Erdogan verzichtet auf eine Kandidatur.
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Gül habe sich bei den parteiinternen Beratungen als Kandidat herauskristallisiert und solle der elfte Präsident der Türkei werden, sagte Erdogan. Nach Erdogans Ankündigung spendeten die APK-Abgeordneten dem 56-jährigen Gül stehend Beifall, etliche gratulierten ihm zur Kandidatur.

Eine Wahl Güls, der zugleich stellvertretender Ministerpräsident ist, zum Staatspräsidenten gilt als sicher, da die islamisch-konservative Regierungsapartei AKP über die absolute Mehrheit verfügt. In der Türkei wird der Präsident vom Parlament gewählt.

Die Kandidatenfrist zur Nachfolge von Ahmet Necdet Sezer läuft bis zur Nacht auf Donnerstag. Anschliessend beginnt das Wahlprozedere im Parlament von Ankara. Der neue Staatspräsident soll am 16. Mai sein Amt antreten.

Nach der Bekanntgabe der Kandidatur von Aussenminister Abdullah Gül für das Amt des türkischen Staatschefs dauern die Spannungen zwischen der islamisch geprägten Regierungspartei AKP und der säkularen Opposition an.

Die grösste Oppositionspartei, die Republikanische Volkspartei (CHP), kündigte ihren Boykott der Präsidentenwahl im Parlament an.

(smw/sda)

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