Internationaler Strafgerichtshof soll klären
Erdogan will Israel vor Haager Gericht zerren
publiziert: Samstag, 10. Sep 2011 / 17:06 Uhr
Der türkische Premier Erdogan fordert Israel vor den Internationalen Strafgerichtshof.
Der türkische Premier Erdogan fordert Israel vor den Internationalen Strafgerichtshof.

Istanbul - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will im Streit um den israelischen Einsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag anrufen. Er machte seine Ankündigung bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern in der zentralanatolischen Stadt Kayseri.

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Diese wurde am Samstag vom türkischen Staatsfernsehen TRT übertragen. «Wir werden diese Auseinandersetzung nach Den Haag bringen, und die Welt wird sehen, wer an der Seite der Opfer steht», sagte Erdogan.

Zu dem von ihm ins Spiel gebrachten militärischen Geleitschutz für türkische Schiffe und Hilfslieferungen an die Palästinenser äusserte Erdogan sich nicht weiter. Er kritisierte aber die Haltung der USA in seinem Streit mit Israel sowie die türkische Opposition, die sich mit Kritik zum «Anwalt Israels» gemacht habe.

Beim israelischen Angriff auf das Schiff «Mavi Marmara» 2010 waren neun Türken getötet worden; einer von ihnen hatte eine US-Staatsbürgerschaft. «Ich habe Präsident (Barack) Obama gefragt, ob er kein Interesse an dem Tod eines seiner Staatsbürger gezeigt hat, weil er Türke war - er hat nicht geantwortet», sagte Erdogan.

Botschafter ausgewiesen

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel sind seit dem Einsatz auf der «Mavi Marmara» am 31. Mai 2010 schwer belastet. Für zusätzliche Spannungen hatte ein UNO-Bericht gesorgt, der Israel überzogene Gewaltanwendung bei dem Einsatz vorgeworfen, die Seeblockade des Gazastreifens und ihre notfalls auch gewaltsame Durchsetzung aber generell als rechtens eingestuft hatte.

Die Türkei hatte darauf den israelischen Botschafter ausgewiesen und alle Militärabkommen mit Israel auf Eis gelegt.

(dyn/sda)

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Das entspricht
sogar genau der Wahrheit, wie wir heute wissen.
Die Achse Iran/Türkei/Hamas/Hisbollah wird mit den Besuchen von Erdogan in den islamischen Staaten noch um ein paar Mitglieder erhöht werden.
Unsere Journis faseln in der Zwischenzeit davon, dass die Siedlungspolitik Israels der Auslöser der Krise sei.
Ich begreif nicht, wie die Medien auf solch tiefes Niveau fallen konnten.

Es geht schon lange um die Meinungsführerschaft in der Umma, der islamischen Gemeinschaft.
Iran will, die Türkei will und Saudi Arabien will der tonangebende Kalif für die Gläubigen sein.

Laut Koran müssen alle Juden vernichtet werden, bevor der Weltfriede einkehre. Alle Ungläubigen müssen in diesem islamischen Weltreich als Menschen zweiter Klasse leben.

Diese Geisteshaltung ist in Ägypten und der Türkei vermehrt hochgekommen. Man verkündet dieses Gedankengut im Fernsehen und den Medien und jeden Freitag live in der Moschee.
Dass der Angriff auf die israelische Botschaft am Freitag nach dem Moscheebesuch stattfand, ist kein Zufalll.

Recherche und tieferes Verständnis des Korans und der Haddithen wären nötig, um die Zusammenhänge wirklich zu begreifen. Das überfordert einige dieser Zunft.
Glücklicherweise nicht alle.

Wir haben über Jahre erleben können, wie Erdogan und die AKP die Türkei nach und nach zu einem islamischen Staat umgestaltet haben. Dies auch mit dem Willen der wählenden Türken. Der nächste Schritt wäre die offene Einführung der Sharia.

Das kommt noch. Ich bin schon gespannt auf die Beschwichtigungsmeldungen der Journis, die immer von einem säkularen Staat Türkei, der demokratischen Hoffnung des Islam, schwafeln. Dies obwohl es in der Türkei verboten ist für Christen, bestehende Kirchen zu renovieren und neue zu bauen.
Während niemand darüber berichten möchte, dass die Türkei in den letzten Wochen ein paar hundert Kurden getötet und ein Dorf dem Erdboden gleichgemacht hat und Zypern mit dem Einsatz der Marine gedroht hat, falls es sich erlaubt, vor der zyprischen Küste nach Erdöl und Erdgas zu bohren. Das gleiche mit Adresse Israel.

Die Türkei auf dem Weg zum Gottesstaat einen Schritt weiter, der Iran baut auch nach Stuxxnet weiter an der Bombe, die Europäer raffen einen Sch*** und unterstützen direkt Terrorganisationen wie die Hamas mit ihren Steuergeldern. Obambi, der sich darin beschränkt, Israel den Schwarzen Peter zuzuschieben.

Es sind stürmische Zeiten in Sicht. Die Journis, die nichts gerafft haben, werden weiter behaupten, Israel habe Schuld daran.
Warum nicht umgekehrt
Warum verklagen die Israelis die Türkei nicht wegen Begünstigung terrorister Organisationen? Was eher der Wahrheit entspricht.
.
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