Erfolg für Rajoy bei Regionalwahlen
publiziert: Sonntag, 21. Okt 2012 / 22:40 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 21. Okt 2012 / 23:43 Uhr
Ministerpräsident Spanien, Mariano Rajoy
Ministerpräsident Spanien, Mariano Rajoy

Madrid - Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy kann aufatmen. Nach den Protesten gegen die Sparpolitik der spanischen Regierung hat der Ministerpräsident bei der Regionalwahl in Galicien Rückendeckung von den Wählern erhalten.

2 Meldungen im Zusammenhang
Seine konservative Volkspartei (PP) errang einen überraschend klaren Wahlsieg. Nach vorläufigen Ergebnissen konnte die PP in der Heimatregion des Regierungschefs im Nordwesten des Landes ihre absolute Mehrheit im Parlament sogar noch ausbauen.

Abstimmung über Sparpolitik

Rajoy konnte den Erfolg der PP in Galicien als eine Unterstützung seiner drastischen Einsparungen betrachten. Denn die vorgezogene Regionalwahl hatte auch als Abstimmung über die Sparpolitik gegolten. Nach der Auszählung von über 95 Prozent der abgegebenen Stimmen gewann die PP 41 der 75 Sitze, 3 mehr als 2009.

Die Sozialisten erlitten knapp ein Jahr nach ihrem Debakel bei der spanischen Parlamentswahl erneut drastische Einbussen. Sie konnten die Proteste gegen Rajoys Sparpolitik nicht zu Stimmgewinnen nutzen und kamen nur auf etwa 18 Mandate, 7 weniger als bisher.

Die erstmals angetretenen galicischen Linksnationalisten (AGE) gewannen auf Anhieb 9 Sitze, der Nationalistische Block (BNG) errang 7 Mandate, 5 weniger als 2009.

"Das ist ein ausgezeichnetes Ergebnis", sagte die PP-Generalsekretärin María Dolores de Cospedal. Die Wähler hätten die "realistische Politik" der Regierung anerkannt.

Die Wahlbeteiligung war deutlich geringer als vor drei Jahren. Dies wurde als Anzeichen dafür gewertet, dass sich unter den Wählern in dem Euro-Krisenland zunehmend Enttäuschung über die Politik der grossen Parteien breitmacht.

Erfolg für Separatisten-Partei

Bei einer vorgezogenen Wahl im spanischen Baskenland setzten sich die Nationalisten (PNV) klar vor dem Separatisten-Bündnis Bildu (Versammlung) durch. Dies dürfte für die Madrider Regierung Zentralregierung Anlass zur Sorge sein, denn beide Gruppierungen treten langfristig für die Schaffung eines unabhängigen Staates im Baskenland ein.

Nach dem vorläufigen Endergebnis erreichte mit 27 (2009: 30) die meisten Sitze, verfehlte aber klar die absolute Mehrheit. Das Separatisten-Bündnis Bildu, das nach dem Gewaltverzicht der ETA-Terroristen vor einem Jahr erstmals Kandidaten aufstellen durfte, kam auf Anhieb auf 21 der insgesamt 75 Mandate.

Dies war das beste Ergebnis, das jemals eine Separatistenpartei in der jüngeren Geschichte des Baskenlands erreicht hat. Die Sozialisten, die die Region seit 2009 regiert hatten, errangen nur 16 Sitze, 9 weniger als bisher. Die PP verlor 3 ihrer 13 Mandate im baskischen Regionalparlament.

 

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Madrid - Zehntausende Menschen haben in Madrid gegen ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) protestiert, nach dem Spanien Dutzende von inhaftierten Terroristen der Untergrundbewegung ETA auf freien Fuss setzen muss. mehr lesen 
Sevilla/Oviedo - Spaniens konservative Volkspartei (PP) von Regierungschef Mariano Rajoy hat erstmals in der jüngeren ... mehr lesen
Die konservative Volkspartei (PP) hat gute Aussichten, in südspanischen Hochburgen der Linken erstmals seit langem die Mehrheit zu erringen.
Abdelaziz Bouteflika. (Archivbild)
Abdelaziz Bouteflika. (Archivbild)
Unmissverständlicher Entscheid  Algier - Algeriens Staatschef Abdelaziz Bouteflika ist mit 81,49 Prozent im Amt bestätigt worden. Bouteflikas wichtigster Herausforderer, der ehemalige Regierungschef Ali Benflis, kam nach dem offiziellen Ergebnis der Präsidentschaftswahl auf 12,3 Prozent der Stimmen. 
Feiern und Betrugsvorwürfe nach Wahl in Algerien Algier - Bei der Präsidentenwahl in Algerien zeichnet sich wie erwartet ...
Syrien  Damaskus - Die Präsidentenwahl Anfang Juni in Syrien hat nach Einschätzung der britischen Regierung «keinerlei Wert und keinerlei ...
Die Wahlen in Syrien würden «vor dem Hintergrund unaufhörlicher Attacken des Regimes gegen Zivilisten» abgehalten, «während Hunderttausende unter schrecklichen Bedingungen unter dem Joch des Regimes leben», hiess es.
Syrer sollen in sechs Wochen neuen Präsidenten wählen Damaskus - Drei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs in Syrien will Staatschef Baschar al-Assad ...
Staatschef Baschar al-Assad hat seine Ambitionen für eine Wiederwahl für weitere sieben Jahre schon klar zu erkennen gegeben, auch wenn die offizielle Kandidatur aussteht.
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
FR SA SO MO DI MI
Zürich 8°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Basel 6°C 16°C leicht bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 9°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
Bern 10°C 21°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Luzern 10°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen leicht bewölkt, Gewitter, Regen
Genf 8°C 21°C leicht bewölkt bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 11°C 23°C leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen leicht bewölkt, Gewitter, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten