Luzerner Bauern helfen bei Kiebitz-Aufzucht
Erfolgreiche Kiebitz-Aufzucht dank rücksichtsvollen Luzerner Bauern
publiziert: Dienstag, 14. Aug 2012 / 12:52 Uhr
Die Kiebitze haben sich auf 50 Vögel vermehrt.
Die Kiebitze haben sich auf 50 Vögel vermehrt.

Sempach - In der Wauwiler Ebene im Norden des Kantons Luzern sind diesen Frühling über 60 kleine Kiebitze flügge geworden. Dies war nur dank dem Verständnis der Landwirte möglich.

1 Meldung im Zusammenhang
Die Wauwiler Ebene ist bei den Kiebitzen beliebt. 2004, als die Vogelwarte ihr Kiebitz-Projekt startete, lebten dort 12 bis 20 Pärchen. Nun sind es rund 50 - über ein Drittel des gesamten Schweizer Kiebitz-Bestandes.

Es habe sich gezeigt, dass die Vögel positiv auf bestimmte Massnahmen reagierten, schreibt die Schweizerische Vogelwarte Sempach in einer Mitteilung vom Dienstag, und hebt dabei eine angepasste landwirtschaftliche Bewirtschaftung hervor.

Kiebitze brüten im Frühling am Boden in brachliegenden Flächen. In der Wauwiler Ebene wählen sie meist Maisstoppelfelder. Wegen eines Schädlings säten die Landwirte nun aber keinen Mais, sondern Kunstwiesen und Winterweizen. Da diese Kulturen sehr schnell wachsen sind sie für Kiebitze ungünstig.

Die Vogelwarte setzte sich deshalb mit den Bauern in Verbindung und konnte erreichen, dass spezielle Brachen geschaffen wurden. Diese wurden dann erst im Juli bestellt. Allein in diesen Brachen brüteten 19 Kiebitz-Paare.

Drei Unterkolonien

Andere Pärchen wählten Kartoffel- und Rübenfelder, sagte Petra Horch von der Vogelwarte auf Anfrage. Insgesamt hätten sich die Kiebitze innerhalb der Wauwiler Ebene in drei Unterkolonien verteilt.

Ungemach kam indes vom Wetter. Frostige Temperaturen und der Schnee an Ostern bremsten das Brutgeschäft der Kiebitze. Mehrere Küken kamen zudem beim Hagel Anfang Juli um.

Trotzdem konnten in der Wauwiler Ebene 53 Kiebitz-Pärchen über 60 Junge aufziehen. Die Zielvorgabe von einem flüggen Jungvogel pro Pärchen sei somit erreicht worden, teilte die Vogelwarte mit.

Kiebitze legen vier Eier. Kurz nach dem Schlüpfen verlassen die Küken das Nest für immer. Die Eltern wärmen und bewachen zwar die Jungvögel, diese müssen das Futter aber selbst suchen. Wie viele Küken flügge würden, hänge auch von der Sterblichkeit der Eltern ab, sage Horch.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Schwyz - Erstmals seit mehreren Jahren sind diesen Sommer im Naturschutzgebiet Frauenwinkel im Kanton Schwyz wieder junge Kiebitze beobachten worden. Und im ... mehr lesen
Im Naturschutzgebiet Frauenwinkel im Kanton Schwyz wurden erstmals seit Jahren wieder junge Kiebitze beobachtet.
Mehr Menschlichkeit für Tiere.
Seriöser Einsatz für das Wohl der Tiere.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 17
.
Publinews Wegen des grossen Erfolges und der Brisanz des zu Grunde liegenden Themas wurde die Sonderausstellung «Tierschmuggel - tot oder lebendig» (d und f) des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern bis im Mai 2017 verlängert. mehr lesen  
Abschuss noch kein Thema  Sitten - Seit Anfang Jahr wurden im Oberwallis mehrere Schafe von Wölfen gerissen. Zur letzten Attacke ... mehr lesen  
Ein männliches und ein weibliches Tier wurden bereits im vergangenen Jahr in dieser Gegend registriert.
Wolf reisst im Urner Isenthal mehrere Schafe Isenthal UR - Im Urner Isenthal hat ein Wolf in den vergangenen Tagen acht Schafe gerissen oder verletzt. ...
In Uri treibt ein Wolf sein Unwesen.
Im Wallis hat man Angst vor dem Wolf, der auch in  in unmittelbarer Nähe eines Wohngebietes Schafe reisst.
Walliser Initiative will den Wolf verbieten Brig - CVP-Kreise haben am Dienstag eine Initiative «Für einen Kanton Wallis ohne Grossraubtiere» lanciert. Diese verlangt, dass ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Motor hinten oder vorne war dem Tram in Basel völlig egal! Ob ein Auto über- oder untersteuert, ist nicht von der Lage des Motors ... Mi, 01.06.16 10:54
  • Mashiach aus Basel 57
    Wo bleibt das gute Beispiel? Anstatt sichere, ÜBERSTEUERNDE Heckmotorwagen zu fahren, fahren sie ... Mo, 30.05.16 11:56
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Zugang "Das sunnitische Saudi-Arabien, das auch im Jemen-Konflikt verstrickt ... So, 29.05.16 22:06
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Pink Phanter-Bande? Am 25. 7. 2013 hat eine Befreiung von Pink Panther-Mitglied Milan ... So, 29.05.16 15:38
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    ja, weshalb sollte man solches tun? Ist doch krank, Gott zu beschimpfen! Das hat etwas, ... So, 29.05.16 12:12
  • Gargamel aus Galmiz 10
    Warum sollte man überhaupt den Glauben an Gott beschimpfen oder verspotteten? Wie krank ... So, 29.05.16 10:11
  • Kassandra aus Frauenfeld 1778
    Wir sind ja alle so anders als diese "Flüchtlinge". Warum sind auch nicht alle so edel, wie ... Sa, 28.05.16 20:25
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... ist ja noch nicht so lange her, als dass einem das alternde aber gut ... Fr, 27.05.16 21:37
Unglücksfälle Zorn über Tötung von Gorilla in US-Zoo Cincinnati - Die Tötung eines Gorillas im Zoo der ...
Wir setzen uns für die Verbesserung der Qualität von Tierheimen und Tier ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 18°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter gewitterhaft
Basel 17°C 28°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
St. Gallen 17°C 25°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Bern 16°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig gewitterhaft
Luzern 18°C 27°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Genf 14°C 29°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Lugano 19°C 29°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten