Ermittler tappen nach Bombenanschlag in Grosny weiter im Dunkeln
publiziert: Sonntag, 29. Dez 2002 / 17:35 Uhr

Grosny - Die Ermittlungen nach den Hintermännern des Bombenanschlags in der tschetschenischen Hauptstadt Grosny laufen auf Hochtouren. Trotzdem haben die russischen Behörden noch keine verwertbare Spur gefunden.

Bisher wurde niemand festgenommen, sagte Tschetscheniens amtierender Innenminister Achmed Dakajew der Agentur Itar-Tass. Die Ermittler suchten weiterhin nach den kleinsten Hinweisen, die sie auf die Spur der Hintermänner des Anschlags bringen könnten.

Die Ermittlungen hätten gezeigt, dass die geltenden Bestimmungen nicht eingehalten worden seien, sagte der stellvertretende Generalstaatsanwalt Sergej Fridinski im russischen Fernsehen. Eine Untersuchung der Sicherheitslage habe Gesetzesbrüche beim Schutz des Verwaltungsgebäudes in Grosny ans Licht gebracht.

Am Samstagabend hatte Moskau schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte in Grosny erhoben. Die Beamten hätten sich auf vielen Ebenen nachlässig und verantwortungslos gezeigt, sagte der russische Kaukasusbeauftragte Viktor Kasanzew laut der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Als Drahtzieher für das Attentat gelte neben dem tschetschenischen Präsidenten Aslan Maschadow der arabische Söldner Abu-Tarik, meldete ITAR-TASS. Die Ermittler hätten bereits vor mehreren Tagen einen Hinweis darauf bekommen, dass unter der Führung von Abu-Tarik ein Anschlag in der tschetschenischen Hauptstadt verübt werden sollte, sagte der Sprecher der russischen Einheiten am Samstag.

Die Einsatzkräfte hätten den Araber daraufhin in einem Dorf etwa 20 Kilometer südlich von Grosny aufgespürt und getötet. Der Anschlag habe sich dadurch allerdings nicht verhindern lassen.

Bei dem Anschlag auf das Regierungsgebäude der Kaukasus-Republik waren am Freitag 52 Menschen getötet worden. Weitere 153 wurden verletzt, als drei Selbstmordattentäter in einem Lastwagen und einem Geländewagen mehr als eine Tonne Dynamit vor dem schwer bewachten Gebäude zündeten.

(fest/sda)

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