«Schwere Menschenrechtsverbrechen»
Ermittlung der UNO zu Söldnern in Libyen
publiziert: Freitag, 18. Mai 2012 / 13:40 Uhr
Die Leiterin der Expertengruppe, Faiza Patel.
Die Leiterin der Expertengruppe, Faiza Patel.

Genf - Die Vereinten Nationen wollen zum Einsatz ausländischer Söldner im Libyen-Konflikt vergangenes Jahr ermitteln. Wie die UNO-Menschenrechtskommission am Freitag mitteilte, wird kommende Woche eine Delegation in das nordafrikanische Land reisen.

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Diese soll Berichten über die Verwendung von Söldnern und von ihnen begangene Verbrechen nachgehen. Die Leiterin der Expertengruppe, Faiza Patel, sagte, zugleich würden Informationen über den Einsatz privater Sicherheitsdienste gesammelt.

Patel hatte im September erklärt, ausländische Söldner hätten während des Konflikts in Libyen schwere Menschenrechtsverbrechen begangen, darunter Folter, Entführungen und standrechtliche Hinrichtungen.

Die Rebellen hatten dem damaligen Machthaber Muammar al-Gaddafi vorgeworfen, während des monatelangen Konflikts afrikanische Söldner gegen sie einzusetzen. Nach dem Ende des Konflikts sollen grosse Konvois mit Bewaffneten in den Süden gefahren sein. Die Söldner sollen unter anderem den aktuellen Konflikt im Norden Malis ausgelöst haben.

(bert/sda)

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