Ermittlungen gegen Sterbehilfeorganisation
publiziert: Donnerstag, 22. Mrz 2007 / 21:39 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 22. Mrz 2007 / 22:09 Uhr

Zürich - Gegen die Sterbehilfeorganisation Dignitas haben die Zürcher Strafverfolgungsbehörden Ermittlungen aufgenommen. Untersucht werden Vorwürfe wegen möglicher Fälle von aktiver Sterbehilfe.

Die Anfrage wurde im Anschluss an die Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens eingereicht.
Die Anfrage wurde im Anschluss an die Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens eingereicht.
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Dies geht aus der Antwort des Regierungsrates auf eine dringliche Anfrage aus dem Kantonsrat hervor. Die Anfrage wurde im Anschluss an die Sendung «Rundschau» des Schweizer Fernsehens vom 7. Februar 2007 eingereicht.

In der «Rundschau» war Dignitas beschuldigt worden, in einzelnen Fällen aktive Sterbehilfe geleistet zu haben. «Mit Blick auf die laufenden Ermittlungen können hierzu aber keine weiteren Einzelheiten dargelegt werden», schreibt der Regierungsrat.

Schaffung von Standesregeln

Als Zwischenschritt bis zum allfälligen Erlass einer eidgenössischen Regelung «wird auf kantonaler Ebene die Schaffung von Standesregeln für Suizidhilfeorganistionen angestrebt». Diese sollen von den Organisationen freiwillig übernommen werden, um missbräuchliche Praktiken möglichst zu verhindern.

Eine entsprechende Regelung müsste nach Ansicht des Zürcher Regierungsrates unter anderem die Offenlegung der Organisationsstrukturen sowie der Finanzen beinhalten.

Ausserdem fordert die Regierung eine minimale medizinische und psychologische Ausbildung der Sterbebegleiterinnen und -begleiter. Das soll die menschenwürdige Begleitung suizidwilliger Personen gewährleisten.

Ein besonderes Augenmerk sei auch auf die Vertrauensärzte der Organisation zu richten, welche die Rezepte für das beim Suizid eingenommene Natrium-Pentobarbital ausstellen, schreibt der Regierungsrat weiter.

(bert/sda)

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