Ermittlungen nach Krawallen in Basel
publiziert: Montag, 5. Mai 2008 / 13:25 Uhr / aktualisiert: Montag, 5. Mai 2008 / 18:08 Uhr

Basel - Die Basler Staatsanwaltschaft hat nach den Vorfällen im Stadion St. Jakob ein Strafverfahren gegen Unbekannt wegen Gefährung des Lebens eingeleitet. Im Visier haben sie FCZ-Fans, die am Freitag 1000 Grad heisse Fackeln auf Basler Gäste warfen.

«Fans» des FCZs schiessen während dem Spiel Leuchtkörper auf die Basler Fans.
«Fans» des FCZs schiessen während dem Spiel Leuchtkörper auf die Basler Fans.
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Die Staatsanwaltschaft will die Täterschaft mit Szenenkennern der Zürcher Polizei ausfindig machen, sagte Mediensprecher Markus Melzl. Im Weiteren werden Videoaufnahmen und Fernsehbilder ausgewertet. Zudem sollen Matchbesucher ihre Bildaufnahmen den Ermittlungsberhörden zur Verfügung stellen.

Durch die Feuerwerkskörper wurden zwei Personen im Stadion verletzt. Sieben Personen, die vor und nach dem Match an Ausschreitungen teilnahmen, müssen mit einem Verfahren wegen Landfriedensbruch, Gewalt gegen Beamte, Körperverletzung und Sachbeschädigungen rechnen. Diesen Personen seien mehrheitlich in der Region Basel wohnhaft, sagte Melzl.

«Zeit des Redens ist vorbei»

Der Basler Sicherheitsdirektor Hanspeter Gass verlangt derweil von der Stadionbetreiberin Basel United und vom FC Basel, dass sie die Sicherheit der Besucher im Stadion gewährleisten. Er überlegt sich ein Alkoholverbot für die «Finalissima» vom Samstag.

Für FCZ-Präsident Ancillo Canepa ist «die Zeit des Redens vorbei». Er erwägt Stadionverbote. Allerdings müssten zuerst die Vorkommnisse in Basel eingehend analysiert werden, sagte Canepa der Nachrichtenagentur SDA.

Mit ihnen werde sich auch der Verwaltungsrat an einer ausserordentlichen Sitzung beschäftigen. Für Resultate sei es jedoch noch zu früh.

Von Gewalt, Pyro und Krawallen distanzieren

Bundesrat Samuel Schmid verurteilte die Krawalle in Basel «aufs Schärfste», wie er an einer ausserordentlichen Versammlung des Sportparlaments in Ittigen sagte. Er fordert laut Redetext auch die Spieler auf, gegen Gewalt aufzurufen.

«Es kann doch nicht sein, dass sich fussballerische Leuchttürme und Medienstars zu ihrem Liebesleben äussern, aber sich kaum je öffentlich von Gewalt, Pyro und Krawallen distanzieren», sagte Schmid.

Zwar hätten Vertreter des Sports, des Bundes, der Kantone und der Städte im vergangenen Jahr Fortschritte in der Gewaltbekämpfung erzielt. Er stellte aber die Frage in den Raum, ob nicht noch mehr Präsidenten, Trainer, Funktionäre und Stadtionbetreiber vor die «Chaoten» treten müssten.

(smw/sda)

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