Bisher 274 Tote
Ermittlungen zum Bootsunglück vor Lampedusa
publiziert: Dienstag, 8. Okt 2013 / 17:29 Uhr
Die Anti-Mafia-Behörden in Palermo haben eine Untersuchung wegen Menschenhandels in die Wege geleitet. (Symbolbild)
Die Anti-Mafia-Behörden in Palermo haben eine Untersuchung wegen Menschenhandels in die Wege geleitet. (Symbolbild)

Lampedusa - Taucher haben am Dienstag vor der italienischen Insel Lampedusa weitere Leichen gefunden. Damit ist die Zahl der nach der Flüchtlingstragödie vom Donnerstag geborgenen Toten laut den Behörden auf 274 gestiegen.

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Noch immer werden Dutzende Menschen vermisst. Nach Angaben von Überlebenden befanden sich 518 Personen an Bord. 155 Menschen wurden gerettet. Das am Donnerstag gekenterte Boot liegt in 40 Meter Tiefe.

Die Anti-Mafia-Behörden in Palermo haben inzwischen eine Untersuchung wegen Menschenhandels in Zusammenhang mit dem Schiffsunglück in die Wege geleitet. Vermutet wird, dass internationale Schlepperbanden mit Verbindungen zur sizilianischen Mafia die Flüchtlingsreisen aus Nordafrika organisieren.

Am Dienstag wurde der Kapitän des gesunkenen Schiffs wegen Schlepperei festgenommen. Gegen den 35-jährigen Tunesier wird nach dem Unglück mit Hunderten Toten unter anderem wegen mehrfachen vorsätzlichen Totschlags und Havarie ermittelt, wie italienische Medien am Dienstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichteten.

Die Ermittler hatten mehrere Überlebende des Schiffbruchs befragt und danach ein Verfahren gegen den Mann eingeleitet.

Hoher Besuch erwartet

Am Mittwoch wird EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Durao Barroso auf Lampedusa erwartet. Er wird in Begleitung von Italiens Premier Enrico Letta und Innenminister Angelino Alfano die Insel besuchen. Er wolle sich persönlich ein Bild der Situation auf der Insel machen, sagte Barroso.

Im Vatikan wird am Mittwoch eine Messe zu Ehren der Opfer des Unglücks zelebriert. An der Messe, die von Kardinal Leonardo Sandri, Präfekt der Kongregation der östlichen Kirchen, in den Grotten der Peterskirche abgehalten wird, werden sich auch Bischöfe aus Eritrea beteiligen. Ein Grossteil der Opfer des Flüchtlingsunglücks stammte aus dem afrikanischen Land.

(bert/sda)

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