Erneut Drohbrief mit Pistolenkugeln an Sarkozy
publiziert: Freitag, 10. Apr 2009 / 15:38 Uhr

Paris - Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen hat Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy einen Drohbrief mit zwei Patronenkugeln erhalten. Die Kugeln hätten einem maschinengeschriebenen Schreiben beigelegen, sagten Justizmitarbeiter in Paris.

Sarkozy und mehrere konservative Politiker hatten schon in den letzten Wochen Post mit Pistolenkugeln erhalten.
Sarkozy und mehrere konservative Politiker hatten schon in den letzten Wochen Post mit Pistolenkugeln erhalten.
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Das Schreiben an den Präsidenten war nach Angaben von Justizmitarbeitern mit «Zelle 34» unterzeichnet. Unklar war, ob es wie die anderen Drohbriefe der vergangenen Wochen auch im südfranzösischen Verwaltungsgebiet Hérault abgeschickt wurde.

Auch ein Abgeordneter der konservativen Regierungspartei UMP, Christian Vanneste, bekam nach eigenen Angaben einen Drohbrief. Der Vanneste sagte der Nachrichtenagentur AFP, der an ihn gerichtete Brief vom Donnerstag sei in Hérault aufgegeben worden. Dem Schreiben lag demnach auch eine Kugel bei.

In den vergangenen Wochen hatten neben Sarkozy mehrere weitere konservative Politiker einen Drohbrief mit Pistolenkugeln erhalten, unter ihnen Regierungschef François Fillon, Innenministerin Michèle Alliot-Marie und Justizministerin Rachida Dati. Auch bei den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern TF1 und France Télévisions gingen derartige Schreiben ein.

Am Dienstag hatte die Polizei in der südfranzösischen Stadt Montpellier und Umgebung ein gutes Dutzend Orte durchsucht; sie nahm aber niemanden fest. Anfang März nahmen die Ermittler einen arbeitslosen Informatiker in Gewahrsam, der nach einem Hinweis seiner Ex-Freundin unter Verdacht stand. Nach DNA- und Schriftanalysen kam der 47-jährige Mann aber wieder frei.

(fest/sda)

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