Erneut Luftangriffe auf Vororte von Damaskus
publiziert: Donnerstag, 1. Nov 2012 / 22:37 Uhr
Angriffe auf Damaskus. (Archivbild)
Angriffe auf Damaskus. (Archivbild)

Damaskus - Die syrische Luftwaffe hat am Donnerstag erneut Angriffe auf Vororte der Hauptstadt Damaskus und auf Dörfer in der nordwestlichen Provinz Idlib geflogen. Auch in der nördlichen Handelsmetropole Aleppo und in der südlichen Provinz Daraa hielten die Kämpfe an.

7 Meldungen im Zusammenhang
Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete unter Berufung auf Oppositionsaktivisten, Helikopter hätten in Damaskus den südlichen Vorort Hadschar al-Aswad angegriffen. Zudem habe nordwestlich der Hauptstadt ein Kampfflugzeug den Vorort Harasta bombardiert.

In der Provinz Idlib hätten Jagdbomber drei Angriffe auf die Dörfer Tell Manass und Maar Schamarin geflogen, erklärte die Beobachtungsstelle. Um das Militärlager von Wadi Deif habe es Kämpfe zwischen Rebellen und Regierungstruppen gegeben.

Rebellen erschiessen Gefangene

Angehörige einer Rebelleneinheit haben in der syrischen Provinz Idlib mehrere gefangene Soldaten erschossen. Das geht aus einer Videoaufnahme hervor, die von der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Nach Angaben der Organisation, die der Opposition nahesteht, wurde das Video nach einem Angriff bewaffneter Regimegegner auf einen Kontrollpunkt der Truppen von Präsident Baschar al-Assad nahe der Ortschaft Sakarib aufgenommen.

Es zeigt, wie am Boden liegende Männer, die teilweise Uniform tragen, erst getreten, beschimpft und dann erschossen werden. Bei Angriffen der Rebellen auf drei Strassensperren der Regierungstruppen im Bezirk Sarakib sollen insgesamt 28 Soldaten und fünf Kämpfer ums Leben gekommen sein.

Vorwürfe an internationale Gemeinschaft

Der oppositionelle Syrische Nationalrat (SNC) hat der internationalen Gemeinschaft die Schuld für die Radikalisierung der Rebellen gegeben. Durch ihren Mangel an Unterstützung für das syrische Volk sei sie für die Zunahme des Extremismus verantwortlich, sagte der SNC-Präsident Abdel Basset Saida der Nachrichtenagentur AFP.

Angesichts der anhaltenden Angriffe der Armee herrsche "Chaos und Hoffnungslosigkeit" in Syrien, weshalb es nur "natürlich" sei, dass sich Extremismus ausbreite.

Islamistische Kämpfer aus anderen Ländern

Die US-Aussenministerin Hillary Clinton hatte am Mittwoch gesagt, sie habe "besorgniserregende Informationen" zu ausländischen Extremisten, die den Syrien-Konflikt zu ihrem Zweck zu missbrauchen suchten. Saida sagte dazu, die Staatengemeinschaft müsse die Schuld bei sich selber suchen. "Wie hat sie den Syrern geholfen, den mörderischen Wahnsinn des Regimes zu stoppen?"

Seit langem gibt es Anzeichen, dass islamistische Kämpfer aus dem Irak und anderen Ländern zunehmend den Aufstand in Syrien beeinflussen. Einige der kampfstärksten Rebellenbrigaden sollen inzwischen aus radikalen Islamisten gebildet sein.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Damaskus/Istanbul - Syrische Rebellen haben sich am Freitag an den Grenzen zur Türkei und zu Israel erneut heftige Kämpfe mit ... mehr lesen
Erdogan
Beirut - In Syrien ist ein prominenter palästinensischer Schauspieler und mutmasslicher Anhänger von Präsident Baschar al-Assad ermordet worden. Der 30 Jahre alte Mohammed Rafeh wurde in Damaskus von Regierungsgegnern entführt und getötet. mehr lesen 
Damaskus - Ein Bombenanschlag hat die syrische Hauptstadt Damaskus erschüttert und damit einmal mehr gezeigt, wie verwundbar das Machtzentrum von Präsident Baschar al-Assad ist. Der 50-Kilogramm-Sprengsatz detonierte in der Nähe eines schwerbewachten Gebäudekomplexes der Armee und Sicherheitskräfte. mehr lesen 
Beirut - Kampfflugzeuge der syrischen Luftwaffe haben am Mittwoch Stellungen der Rebellen in der Nähe von Damaskus und im ... mehr lesen
Weitere Artikel im Zusammenhang
Damaskus - Trotz einer zum wichtigsten islamischen Feiertag vereinbarten Feuerpause geht das Blutvergiessen in Syrien ... mehr lesen
Wer in Syrien gegen wen kämpft, ist schon länger unklar.
Die Terrormiliz Islamischer Staat erzeugt Abscheu durch extrem barbarenhafte Handlungen.
Die Terrormiliz Islamischer Staat erzeugt Abscheu durch extrem ...
IS-Vormarsch  Washington - Die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) hat offenbar einen weiteren als Geisel genommenen US-Journalisten grausam hingerichtet. 
Irakische Truppen vertreiben IS-Kämpfer aus mehreren Orten Genf/Bagdad - Irakische und kurdische Truppen haben ihre ...
Entführter US-Journalist in Syrien freigelassen Doha - Der vor zwei Jahren in Syrien verschleppte US-Bürger Peter Theo ...
Ukraine  Moskau/Brüssel - Der Ton zwischen Russland und dem Westen wird immer härter. Als Reaktion auf ...  
EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini.
UNO: Halbe Million Menschen wegen Ukraine-Konflikt auf der Flucht Genf - Der Ukraine-Konflikt hat eine halbe Million ... 8
Warnung vor Russlands Machtstreben an Kriegsgedenkfeier in Danzig Bern/Danzig - Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck ... 9
Putin will über Eigenstaatlichkeit der Ostukraine verhandeln Moskau/Brüssel - Russlands Präsident Wladimir Putin fordert ... 2
Titel Forum Teaser
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Ich habe aus meinem Standpunkt nie einen Hehl gemacht, thomy. Putin hat grosses ... heute 20:43
  • keinschaf aus Wladiwostok 2613
    Ach, komm... ....halt den Rand, Q-Bra... Brauchst mich auch gar nicht zu "siezen", ... heute 20:16
  • keinschaf aus Wladiwostok 2613
    Ja, das dachte ich mir schon... ...dass Q-Bra-Mädchen sich gar nicht bewusst war, was für Freunde es in ... heute 20:12
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Schön, für Sie, dass Sie sich auf diesem Forum so freizügig ausleben können. Was waren ... heute 20:08
  • keinschaf aus Wladiwostok 2613
    Wenn Q-Bra, das verlogene Schwein... ...einfach keine Geschichtskenntnisse hat, die weiter als bis zum ... heute 20:06
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Es fällt mir auf dass die Propaganda aus Russland ein altes Mittel immer wieder ... heute 20:02
  • kubra aus Port Arthur 3124
    Na zotteliger Troll hat sich bei Ihnen die untere Schublade immer noch nicht ... heute 19:58
  • keinschaf aus Wladiwostok 2613
    Mir kommen fast die Tränen. Als Freund Stepan Banderas und seiner SS-Kollaborateure ist Q-Bra ... heute 19:49
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 7°C 13°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 6°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen 9°C 14°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 7°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 9°C 17°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 20°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Lugano 16°C 26°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten