Erneut Proteste in Usbekistan
publiziert: Samstag, 21. Mai 2005 / 10:46 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Mai 2005 / 11:23 Uhr

Taschkent - In der usbekischen Grenzstadt Karassu ist es wie bereits am Vortag zu Protesten gegen die Verhaftung von Oppositionellen gekommen.

Menschen flüchten aus der Krisenregion. Bild:Archiv
Menschen flüchten aus der Krisenregion. Bild:Archiv
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Wie Augenzeugen der russischen Nachrichtenagentur RIA-Nowosti mitteilten, hätten die rund tausend Demonstranten die Freilassung von inhaftierten Oppositionellen gefordert.

Den Verhafteten wird vorgeworfen, die blutigen Ausschreitungen in der vergangenen Woche organisiert zu haben, berichtete das Internet-Nachrichtenportal Fergana.ru.

Zahlreiche Festnahmen

In der Nacht auf Samstag versuchten rund 500 Usbeken, illegal die Grenze zu Kirgistan zu passieren, um im Nachbarland als Flüchtling aufgenommen zu werden. Noch immer wird aus dem Osten Usbekistans von zahlreichen Festnahmen berichtet.

Die US-Regierung zeigte sich enttäuscht über die usbekische Zurückweisung einer Untersuchung der Unruhen vergangener Woche. Sie droht, die für dieses Jahr vorgesehenen Zahlungen an Usbekistan in Höhe von 22 Mio. Dollar zurückzuhalten.

Sowohl öffentlich als auch über andere Kanäle dringe Washington weiter auf eine transparente Bestandsaufnahme der Ereignisse in Andischan im Osten des Landes, sagte ein Sprecher des US-Aussenministeriums.

Unabhängige Untersuchung abgelehnt

Der usbekische Präsident Islam Karimow hatte zuvor eine unabhängige Untersuchung des Aufstands abgelehnt. Karimow habe UNO-Generalsekretär Kofi Annan in einem Telefonat mitgeteilt, dass die Lage unter Kontrolle sei und daher keine weiteren Ermittlungen notwendig seien, sagte ein UNO-Sprecher in New York.

Nach Angaben von Menschenrechtsgruppen und der usbekischen Opposition starben am 13. Mai bis zu tausend Menschen, als Soldaten auf Demonstranten in Andischan und mindestens drei weiteren Städten in der Region schossen. Die Regierung spricht von 169 Toten und behauptet, sie habe einen Aufstand von islamischen Extremisten niedergeschlagen.

(kst/sda)

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