Erneut Tausende an Demos in Lissabon und Madrid
publiziert: Sonntag, 30. Sep 2012 / 09:04 Uhr
In Spanien gab es bereits die dritte Demonstration binnen fünf Tagen.
In Spanien gab es bereits die dritte Demonstration binnen fünf Tagen.

Lissabon/Madrid - In Portugal und Spanien dauern die Massenproteste gegen die Sparpolitik der Regierungen an. Allein in Lissabon beteiligten sich am Samstagabend nach Medienberichten Zehntausende Portugiesen an einer vom Gewerkschaftsdachverband CGTP organisierten Demonstration.

10 Meldungen im Zusammenhang
In der spanischen Hauptstadt Madrid versammelten sich nach Polizeiangaben rund 4500 Menschen zu einer nicht genehmigten Kundgebung. In beiden Städten blieben die Proteste weitgehend friedlich. In Spanien war es bereits die dritte Demonstration binnen fünf Tagen, in Portugal der dritte Massenprotest in zwei Wochen.

In Lissabon kündigte Gewerkschaftschef Arménio Carlos die Ausrufung eines «grossen Generalstreiks» an. «Das Volk hat die Angst verloren (...) wir werden den Kampf weiter verschärfen», sagte er. Der Generalstreik solle wohl vor Jahresende stattfinden. Über den Termin werde der ausserordentliche Nationalkongress des CGTP am kommenden Mittwoch entscheiden.

Auf dem Platz Praça do Comércio im Zentrum Lissabons forderten die Demonstranten nicht nur ein Ende der strengen Sparpolitik der Mitte-Rechts-Regierung, die zu Rezession und einer Rekord-Arbeitslosenquote von 15,7 Prozent geführt hat, sondern auch den Rücktritt von Ministerpräsident Pedro Passos Coelho.

Zu der spontanen Kundgebung in der Madrider Innenstadt hatte ein Zusammenschluss von kleineren linksgerichteten Gruppen über das Internet aufgerufen. Die Madrider Präfektin Cristina Cifuentes wies darauf hin, das die Demonstration nicht angemeldet und daher auch nicht genehmigt worden sei.

Die Polizei riegelte alle Zufahrtstrassen zum nahe gelegenen Parlament ab, ging aber zunächst nicht gegen die Demonstranten vor. Gegen 22.00 Uhr zogen die meisten Teilnehmer der Kundgebung ab. Nur ein paar Hundert harrten auf der Plaza de Neptuno aus, wurden aber gegen Mitternacht von der Polizei vertrieben. Zwei Demonstranten wurden festgenommen.

(asu/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Madrid - Tausende Menschen haben am Samstag in Spanien und Portugal erneut gegen die von den internationalen Gläubigern ... mehr lesen
Die Demonstranten machten die Troika aus EU, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF) für den wirtschaftlichen Niedergang ihres Landes verantwortlich.
Lissabon - Die Welle der Proteste gegen die Sparpolitik in Portugal reisst nicht ab. Tausende Menschen gingen am Samstagabend in mehreren Städten des hoch verschuldeten Euro-Landes erneut auf die Strassen, um ihrem Ärger Luft zu machen und den Rücktritt der Mitte-Rechts-Regierung zu fordern. mehr lesen 
Madrid - In ganz Spanien sind am Sonntag erneut Zehntausende Menschen auf die Strasse gegangen, um gegen den harten Sparkurs der Regierung zu protestieren. Insgesamt waren Demonstrationen in 57 spanischen Städten geplant, nachdem bereits am Samstag in Madrid mehrere Tausend Menschen protestiert hatten. mehr lesen 
Lissabon - Nach Massenprotesten gegen eine geplante Abgabenerhöhung hat Portugal am Mittwoch ein geändertes ... mehr lesen
Laut Finanzminister Gaspar hat Portugal  «einen kritischen Moment» erreicht.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Der Co-Vorsitzende der französischen Linken Jean-Luc Mélenchon.
Paris - In Frankreich haben am Sonntag Tausende gegen den europäischen Fiskalpakt und die Sparpolitik in zahlreichen ... mehr lesen
Madrid - Begleitet von heftigen Protesten versucht die spanische Regierung den Staatshaushalt mit neuen Einschnitten ins Lot zu bringen. Der Haushaltsentwurf ... mehr lesen
Laut einer Zeitung werden die Ausgaben für den Schuldendienst 2013 voraussichtlich auf 38 Milliarden Euro steigen. (Symbolbild)
Madrid - Bei einer Grossdemonstration in Madrid haben tausende Spanier gegen die neuen Sparmassnahmen der Regierung protestiert. Die Demonstranten versammelten sich unter dem Motto «Sie wollen das Land ruinieren, das müssen wir verhindern» im Zentrum der spanischen Hauptstadt. mehr lesen 
Barcelona - Bei Protesten gegen Sparmassnahmen der spanischen Regierung sind am Freitag dutzende demonstrierende Rentner in das deutsche Generalkonsulat in Barcelona eingedrungen. Auf Schildern, die sie bei sich trugen stand «Merkel, Deine Geschenke sind vergiftet» und «Wir alle sind Griechenland». mehr lesen 
Frauen gehen mit der Kreditkarte vorsichtiger um.
Frauen gehen mit der Kreditkarte vorsichtiger ...
Gemäss Studie  Zürich - Schweizer Frauen sind einer Studie zufolge beim Bezahlen mit Kreditkarte vorsichtiger als Männer: Einerseits setzen sie ihre Kreditkarte weniger häufig ein, andererseits passiert es ihnen auch seltener, dass sie ihre Karte nach dem Bezahlen stecken lassen. 
Ciao, ciao Portemonnaie!
Mehr kontaktloses Bezahlen in der Schweiz Zürich - Immer mehr Menschen in der Schweiz bezahlen ihre Einkäufe kontaktlos. Sie halten einfach ihre Kreditkarte kurz ans ...
Ohne Vorbereitung  London - Die Weltbevölkerung wird zwar immer älter, ist jedoch nicht darauf vorbereitet. Das ist das Fazit des «Global AgeWatch Index», einer ...  
Älter werden in unserer Zeit.
In der Kategorie «Lebensbedingungen» belegt die Schweiz weltweit den ersten Rang.
Schweiz ist drittbestes Land für Senioren London - Die Schweiz ist eines der besten Länder der Welt, um alt zu werden. Nur in Norwegen und Schweden ist die Lebensqualität ...
Fast 59'000 Hundertjährige in Japan Tokio - Die Zahl der Hundertjährigen in Japan hat einen Rekord erreicht. Zum kommendem ...
Titel Forum Teaser
Thomas Peter ist Professor für Atmosphärische Chemie an der ETH Zürich.
ETH-Zukunftsblog Zum Zustand der Ozonschicht Alle vier Jahre untersuchen hunderte Wissenschaftler unter der ...
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DO FR SA SO MO DI
Zürich 10°C 14°C leicht bewölkt nebelig nebelig nebelig nebelig nebelig
Basel 8°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
St.Gallen 11°C 15°C leicht bewölkt leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 12°C 19°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 13°C 19°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 12°C 21°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 15°C 23°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten