Erneut Tote wegen Schnee und Kälte in Europa
publiziert: Donnerstag, 8. Jan 2009 / 14:19 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 8. Jan 2009 / 18:21 Uhr

Marseille/Mailand - Väterchen Frost hält Teile Europas weiterhin fest im Griff: In Frankreich wird der Zusammenbruch der Stromversorgung befürchtet. Sieben Menschen kamen im Norden Italiens durch direkte und indirekte Folgen des Schnees ums Leben, drei Personen erfroren.

Sogar in Venedig schneite es heute etwas. (Archivbild)
Sogar in Venedig schneite es heute etwas. (Archivbild)
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Die aussergewöhnlich starken Schneefälle führten insbesondere in Mailand, Turin und Genua zu zahlreichen Unfällen. Auch am Donnerstagvormittag schneite es in mehreren Regionen.

Dies obwohl sich laut den Wetterexperten die Lage in den nächsten Stunden bessern sollte. Einige Teile der Autobahnstrecke zwischen Parma und Lodi wurden wegen zu viel Schnee gesperrt.

Mehr als 60 Stunden lang schneite es in der Lombardei und in Piemont, was ebenfalls zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte. Am Vormittag kam es zu Verspätungen im Bahn- und Flugverkehr. Selbst aus Venedig wurde Schneefall gemeldet. In einigen Städten seien die Schulen geschlossen worden.

Arktische Temperaturen in Deutschland

Der anhaltende Frost führte zudem in Teilen Deutschlands zu arktischen Temperaturen. Am Funtensee im Nationalpark Berchtesgaden zeigte das Thermometer am Vormittag minus 34,6 Grad bei weiter sinkender Tendenz, wie der Wetterdienst Meteomedia mitteilte.

In Frankreich kamen zwei Obdachlose vermutlich wegen der Kälte ums Leben. Im Süden des Landes sorgte der ungewöhnliche Schneefall weiter für starke Behinderungen. In Marseille und Umgebung blieben Schulen geschlossen, weil Schulbusse nicht fahren konnten.

2600 in Notunterkünften

Zuvor hatten in der Stadt 2600 Menschen die Nacht in Notunterkünften verbracht. Einige der Betroffenen waren mit ihren Autos auf ungeräumten Strassen steckengeblieben. Andere konnten ihre Flüge vom gesperrten Airport von Marseille nicht antreten.

Frankreich befürchtet wegen des kalten Winters einen Zusammenbruch der Stromversorgung. «Wenn es noch ein klein bisschen kälter wird, sind wir nicht vor einem Lastabfall sicher», sagte der Chef des Stromkonzerns EDF.

(sl/sda)

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