Erneut heftige Nachbeben in Südasien
publiziert: Donnerstag, 30. Dez 2004 / 07:12 Uhr

Jakarta - Auch in der Nacht zum Donnerstag ist Südasien von heftigen Nachbeben des schweren Seebebens vom Sonntag erschüttert worden. Fünf Beben erreichten dabei in den vergangenen 24 Stunden eine Stärke von 5,6 oder mehr auf der Richter-Skala.

Das grösste Problem: Sauberes, frisches Trinkwasser.
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So habe um 4 Uhr (Ortszeit, 22 Uhr MEZ) ein Beben der Stärke 5,7 die Umgebung von Banda Aceh in Indonesien getroffen, teilte das geologische Institut USGS auf seiner Internetseite mit. Auch ein Nachbeben der Stärke 6,2 sei gemessen worden. Seit Sonntag habe es insgesamt fast 70 Nachbeben mit einer Stärke von 5,0 oder mehr gegeben.

Das Hauptbeben hatte eine Stärke von 9,0 auf der Richter-Skala erreicht und war das gewaltigste seit 40 Jahren. Es hatte im Indischen Ozean riesige Flutwellen (Tsunamis) ausgelöst. Hilfsorganisationen befürchten, dass die Zahl der Toten von zunächst knapp 80 000 auf mehr als 100 000 steigen könnte.

Bisher 11 Schweizer unter den Toten

67 000 Todesopfer sind inzwischen offiziell bestätigt worden. Darunter befinden sich auch mindestens elf Schweizer Staatsangehörige, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) bekannt gab.

Mindestens 30 000 Menschen werden weiterhin vermisst. Neue Schreckensmeldungen werden unter anderem aus bislang abgeschnittenen Gebieten in Indonesien befürchtet.

Stadt auf Sumatra meldet sich nicht

Weiterhin gibt es keinen Kontakt zur Stadt Meulaboh auf der schwer getroffenen Insel Sumatra, wo die Behörden mit weiteren 10 000 Toten rechnen.

Nach offiziellen Angaben kamen in Indonesien mehr als 36 000 Menschen ums Leben. Mehr als 80 000 Menschen seien obdachlos geworden, teilte das Sozialministerium in Jakarta mit.

In Sri Lanka starben fast 18 000 Menschen. Indien meldete mehr als 10 500 Tote. Auf den indischen Nikobaren-Inseln rechnet die Polizei mit bis zu 10 000 Toten, jeder fünfte Inselbewohner gilt als tot oder vermisst.

Hälfte der Opfer in Thailand sind Touristen

Thailand registrierte rund 1600 Todesopfer - darunter 700 Touristen. Mindestens 100 Menschen sind auch im ostafrikanischen Staat Somalia von der Flutwelle getötet worden. 34 Tote wurden aus Birma gemeldet, 65 aus Malaysia und 50 von den Malediven.

Millionen von Menschen sind nun von ansteckenden Krankheiten bedroht. Grösste Ansteckungsquelle ist verschmutzes Trinkwasser. Stehende Gewässer könnten ebenso gefährlich sein wie die Flutwelle, sagte die Direktorin der Kinderhilfswerks UNICEF, Carol Bellamy.

(fest/sda)

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