Erneut spektakuläre Aktionen von G-8-Gegnern
publiziert: Donnerstag, 7. Jun 2007 / 18:05 Uhr / aktualisiert: Freitag, 8. Jun 2007 / 08:13 Uhr

Heiligendamm - Die Gegner des G-8-Gipfels haben ihre Proteste mit spektakulären Aktionen fortgesetzt. Auf der Ostsee lieferten sich Mitglieder von Greenpeace eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei.

Demonstranten pilgern zur Kontrollstelle am Sicherheitszaun.
Demonstranten pilgern zur Kontrollstelle am Sicherheitszaun.
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25 Umweltaktivisten waren mit elf Schlauchbooten in die Sperrzone vor Heiligendamm eingedrungen. Sie wollten den Mächtigen der G-8 eine Petition zum Klimaschutz zu überbringen. Doch die Wasserschutzpolizei drängte die Boote ab und beendete die Aktion.

Dabei schob sich mindestens ein Polizeischlauchboot in einem riskanten Manöver auf ein Greenpeace-Boot, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Mehrere Demonstranten und ein Polizeibeamter wurden bei der Verfolgungsjagd verletzt. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben 21 Aktivisten in Gewahrsam und stellte acht Boote sicher.

Greenpeace kritisierte das Vorgehen der Polizei als «absolut unverantwortlich». «Es gibt andere Möglichkeiten, Schlauchboote zu stoppen», sagte eine Sprecherin.

Merkel kritisiert Greenpeace

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel kritisierte Greenpeace scharf. «Ich finde, Greenpeace hat auch schon seriösere Unterfangen gemacht im Zusammenhang mit dem Klimaschutz», sagte die Gipfel-Gastgeberin. «Ich hoffe, sie werden nicht allzu viel CO2 emittieren mit ihren Bootsfahrten auf der Ostsee.»

Am Sicherheitszaun setzten Demonstranten unterdessen ihre Blockaden an den beiden Kontrollpunkten fort. Die Polizei berichtete am Nachmittag von vier Blockaden mit jeweils mindestens 500 Teilnehmern.

«Stimmen gegen die Armut»

In Rostock strömten unterdessen 70'000 Menschen zum Konzert «Stimmen gegen Armut» mit Popstars wie Herbert Grönemeyer, U2-Sänger Bono, Bob Geldof und Die Toten Hosen. Mitinitiator Grönemeyer appellierte an die Gipfelteilnehmer, die Afrika gegebenen Versprechen zu halten.

Bis zum Abend wechselten sich die Stars mit «Botschaftern» aus acht Entwicklungsländern ab. Stellvertretend für andere arme Länder machten sie als «Poor 8» (P8, «Die Armen 8») auf die Not dort aufmerksam.

(fest/sda)

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