Erneute Kritik am Gas-Deal mit dem Iran
publiziert: Dienstag, 29. Apr 2008 / 20:16 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 29. Apr 2008 / 20:46 Uhr

Bern - Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Ronald Lauder, hat seine Kritik am Schweizer Gas-Deal mit dem Iran bekräftigt. Das Geschäft überschattet das für Mittwoch geplante Gespräch mit Bundespräsident Pascal Couchepin.

Ronald Lauder hat seine Kritik am Schweizer Gas-Deal mit dem Iran bekräftigt.
Ronald Lauder hat seine Kritik am Schweizer Gas-Deal mit dem Iran bekräftigt.
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Das Geld aus der Schweiz könne dazu dienen, israelische Bürger zu töten und dem Raketenbau Irans nützen, sagte Lauder vor den Medien in Bern. Kritik übte er insbesondere am Treffen von Aussenministerin Calmy-Rey mit dem iranischen Präsident Mahmud Achmadinedschad in Teheran.

«Warum musste sich eine Schweizer Ministerin an seine Seite setzen?», fragte Lauder. Achmadinedschad habe wiederholt damit gedroht, Israel müsse «von der Landkarte gelöscht werden». Lauder hatte den Besuch der Schweizer Aussenministerin bereits zuvor als «propagandistischer Triumph für die Mullahs» gewertet.

Image der Schweiz stark geschadet

Laut dem US-Milliardär haben die Fotos von Calmy-Rey mit Achmadinedschad - die auch vom WJC in einer Inseratekampagne verbreitet worden waren - dem Image der Schweiz stark geschadet. Die Schweiz befinde sich nun «in einer Position der Abhängigkeit» gegenüber dem Iran, sagte Lauder.

Auch der Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds (SIG), Alfred Donath, übte erneut Kritik an der Haltung der Schweiz. Er rügte den «Mangel an Ausgewogenheit» bei den Stellungnahmen zum palästinensisch-israelischen Konflikt.

Als Beispiel erwähnte er die Unterstützung der Schweiz für eine Resolution im UNO-Menschenrechtsrat, die unlängst die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen verurteilt, den Angriff auf eine jüdische Schule in Jerusalem aber verschwiegen habe.

(smw/sda)

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