Neben 14 Todesopfern wurden 24 Personen verletzt
Erneutes Busunglück in Portugal: 14 Tote bei Marienwallfahrt
publiziert: Sonntag, 25. Mrz 2001 / 16:55 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 25. Mrz 2001 / 19:30 Uhr

Lissabon/Madrid - Knapp drei Wochen nach einem Busunglück mit 60 Toten sind in Portugal bei einem neuen Unfall mit einem Reisebus 14 Menschen getötet und 24 verletzt worden.

Das voll besetzte Fahrzeug war auf der Rückkehr von einem Pilgerausflug zur Marien-Wallfahrtsstätte Fatima von der Fahrbahn abgekommen und einen 20 Meter tiefen Abhang hinabgestürzt. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum Sonntag bei Santa Comba Dao in Mittelportugal auf einer Fernstrasse, die wegen ihrer hohen Unfallzahl als «Todesstrecke» gilt.

Die Opfer waren überwiegend ältere Leute, die in einem Heim nahe der Kleinstadt Viseu lebten. Ihr Bus geriet auf einer abschüssigen Strecke während eines heftigen Regen- und Hagelschauers in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn, stürzte die Böschung hinunter und landete auf dem Dach.

Neuer Schock

Der Tod der Pilger versetzte den Portugiesen einen neuen Schock. Vor nicht einmal drei Wochen waren nach einem Brückeneinsturz ein Reisebus und drei Personenwagen östlich der Hafenstadt Porto im Fluss Douro versunken. 60 Menschen ertranken.

Vor wenigen Tagen wurde der Unglücksbus aus dem Wasser gezogen. 16 Tote wurden bislang geborgen; die Leichen der übrigen 44 Opfer werden noch vermisst.

In beiden Fällen wurden die Unglücke zum Teil auf eine mangelhafte Infrastruktur zurückgeführt. Bei der Douro-Brücke hatten die Lokalbehörden vor dem Einsturz wiederholt auf den maroden Zustand des über 110 Jahre alten Bauwerks hingewiesen.

Die Fernstrasse IP-3 zwischen Coimbra und Viseu, auf der jetzt der Pilgerbus verunglückte, ist eine der gefährlichsten Strassen in ganz Portugal. 24 Stunden vor dem Unglück hatten Autofahrer auf einer Kundgebung den Ausbau dieser berüchtigten «Todesstrecke» gefordert.

Seit dem Bau der 96 Kilometer langen Strecke vor zehn Jahren kamen hier 79 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, davon 9 in diesem Jahr.

Die portugiesischen Strassen sind die gefährlichsten in der Europäischen Union. In Portugal sterben - gemessen an der Einwohnerzahl - mehr Menschen bei Verkehrsunfällen als in jedem anderen EU-Land. Dies liegt nicht immer am Zustand der Strassen, sondern häufig auch an der halsbrecherischen Fahrweise einiger Portugiesen.

(kil/sda)

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