Der Deutsche ist der Topfavorit
Erneutes Duell zwischen Vettel und Alonso?
publiziert: Montag, 11. Mrz 2013 / 10:47 Uhr
Wird dieses Jahr Alonso Vettel bezwingen können?
Wird dieses Jahr Alonso Vettel bezwingen können?

Zum dritten Mal in Folge nimmt Sebastian Vettel an diesem Wochenende eine Formel-1-WM als Titelverteidiger in Angriff. Erneut dürfte es zu einem erbitterten Zweikampf mit Fernando Alonso kommen.

Zweimal in den vergangenen drei Jahren hat Vettel Ferraris Traum von der WM-Krone im letzten Grand Prix der Saison in extremis zerstört. Vor knapp vier Monaten fehlten Alonso drei Zähler zum grossen Glück, zwei Jahre zuvor waren es deren vier gewesen. Eine weitere Niederlage würde die in Maranello beheimatete Scuderia nur schwer verkraften können.

Dass seine Titelchance 2012 bis zum bitteren Saisonfinale intakt war, verdankte Alonso primär seiner fahrerischen Klasse. Der 31-jährige Spanier fuhr Resultate ein, die im unterlegenen Ferrari niemand für möglich gehalten hätte. Schon während der letzten Saison forderte der Präsident Luca di Montezemolo für 2013 ein Auto, das von Beginn weg zu den besten im Feld gehört. Der Druck, der auf den Verantwortlichen bei Ferrari lastet, ist immens. «Wir wollen in diesem Jahr den Titel. Nicht mehr und nicht weniger», liess Di Montezemolo unmissverständlich verlauten. Mit Kimi Räikkönen hatte zuletzt 2007 ein Ferrari-Fahrer die WM-Trophäe in die Höhe stemmen können - für die Ferraristi eine gefühlte Ewigkeit.

Erwartungen erfüllt

Auch in diesem Winter vermochte Ferrari an den Testtagen in Jerez und Montmeló nicht zu überzeugen. Experten sehen beim neuen F138 noch einigen Nachholbedarf. Dennoch sind von den Italienern wesentlich optimistischere Töne zu vernehmen als vor zwölf Monaten. «Im Gegensatz zu den beiden vorhergehenden Jahren erfüllt das Auto unsere Erwartungen», sagte Di Montezemolo gegenüber der «Gazzetta dello Sport». Alonso wiederum fühlt sich in der Form seines Lebens. Er sei besser als letztes Jahr und habe aus Fehlern in der Vergangenheit gelernt, so die Einschätzung des ehrgeizigen Asturiers nach den letzten Tests.

Alonsos härtester Konkurrent im Kampf um den ersten Titelgewinn seit 2006 ist einmal mehr Sebastian Vettel. Nach dem Argentinier Juan Manuel Fangio 1957 und Michael Schumacher 2003 startet der 25-jährige Wahl-Thurgauer als erst dritter Fahrer in der Formel-1-Geschichte zum dritten Mal de suite als Titelverteidiger in eine Saison. Über die wahre Leistungsfähigkeit des neuen Red Bull-Renault herrscht nach den Wintertests noch Unsicherheit. An keinem der zwölf Testtage gelang dem österreichisch-britischen Rennstall eine Bestzeit. Probleme bekundeten die «roten Stiere» vor allem mit den im Vergleich zum Vorjahr noch weicheren Reifen von Pirelli.

Zwar startet Vettel am Wochenende in Melbourne nicht sorgenfrei in die fünfte Saison mit Red Bull, seine abermalige Favoritenrolle ist gleichwohl nicht von der Hand zu weisen. Die Konkurrenz weiss, dass Red Bull noch nicht alle Karten aufgedeckt hat. Zudem zeigte das Weltmeister-Team in der vergangenen Saison auf eindrückliche Weise, dass es in der zweiten Saisonhälfte noch grosse technische Fortschritte zu realisieren vermag. Red Bulls Stardesigner Adrian Newey bezeichnet den neuen RB9 als «sehr evolutionäres Auto», was aufgrund der erfolgreichen letztjährigen Saison und der für einmal ausgebliebenen grossen Änderungen im technischen Reglement nicht erstaunt. Das neue Motorenkonzept ist erst für 2014 vorgesehen, wenn die Autos von einem Sechszylinder- (1,6 Liter) statt von einem Achtzylinder-Aggregat (2,4 Liter) angetrieben werden.

Runderneuerung bei Mercedes

Während bei Red Bull und Ferrari die gleichen Personen wie in den vergangenen Jahren das Sagen haben, blieb bei Mercedes fast kein Stein auf dem anderen. Mit der Verpflichtung von Lewis Hamilton war dem Werkteam bereits Ende September des letzten Jahres ein Transfercoup gelungen. Nachfolger des langjährigen Mercedes-Motorsportchefs Norbert Haug wurde der Österreicher Toto Wolff. Dessen Landsmann Niki Lauda wurde Aufsichtsratschef des Formel-1-Teams. Der dreimalige Weltmeister ist überdies mit zehn Prozent am Rennstall beteiligt.

Nach drei enttäuschenden Jahren mit lediglich einem Grand-Prix-Sieg dürfte Mercedes den Abstand zur Spitze merklich verringert haben. Die Silberpfeile hinterliessen bei den Testfahrten in Spanien einen ausgezeichneten Eindruck. Mit der Bezeichnung «Testweltmeister» können die Verantwortlichen aber wenig anfangen. Lieber treten sie auf die Euphoriebremse. «Man kann nicht viel aus den Ergebnissen der Test interpretieren», sagte Wolff.

Wie Mercedes befindet sich auch McLaren im Umbruch. Nach dem Abgang Hamiltons liegt die ganze Last der Entwicklungsarbeit primär auf den Schultern von Jenson Button. Dessen neuer Teamkollege Sergio Perez gilt zwar als grosses Talent, bislang allerdings auch als wenig konstant. Für Sauber fuhr der erst 23-jährige Mexikaner dreimal auf eindrückliche Weise einen Podestplatz heraus, verpasste aber eine noch bessere Punkt-Ausbeute gleich mehrmals wegen seiner bisweilen ungestümen Fahrweise. Ob Perez für ein Topteam bereits reif genug ist, wird sich zeigen. Bei Ferrari waren sie jedenfalls nicht dieser Meinung und nahmen von einer Verpflichtung Abstand.

Wie Red Bull und Ferrari geht Lotus, im vergangenen Jahr Vierter in der Konstrukteuren-Wertung, mit unverändertem Fahrerduo in die 64. Formel-1-Saison. Kimi Räikkönen überraschte nach seinem Comeback als WM-Dritter und gilt auch heuer in einzelnen Rennen als Siegfahrer, im Titelkampf jedoch höchstens als Geheimfavorit. Für seinen Teamkollegen Romain Grosjean geht es in erster Linie darum, das Image als «Crash-König» loszuwerden. «Ich habe in meiner ersten richtigen Saison viel gelernt. Dies will ich nun mit einer konstanteren Performance untermauern», gab der Genfer mit französischer Lizenz als Zielvorgabe vor.

(asp/Si)

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