Eröffnung der ICT for Development Platform am Informationsgipfel
publiziert: Dienstag, 9. Dez 2003 / 17:40 Uhr

Genf - Bundesrätin Micheline Calmy-Rey hat in Genf mit Yoshio Utsumi, dem Generalsekretär der Internationalen Telekommunikations-Union, die ICT for Development Platform eröffnet. Mehr als 200 Aussteller aus 80 Ländern zeigen ihre Projekte.

Yoshio Utsumi, ITU General Sekretär, hofft auf viele neue Partnerschaften nach dem Genfer Gipfel.
Yoshio Utsumi, ITU General Sekretär, hofft auf viele neue Partnerschaften nach dem Genfer Gipfel.
Die Veranstaltung im Rahmen des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft (WSIS) zeigt von der Radiolampe bis zur neuesten Generation des Internet vielfältige Einsatzmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationstechnologien zum Abbau der Armut auf der Welt.

Wir müssen sicherstellen, dass die neuen Technologien die Ungleichheiten verringern statt sie noch zu verstärken, sagte Calmy-Rey in ihrer Eröffnungsrede. Diese Plattform befasst sich nicht nur mit der digitalen Kluft, sondern auch mit den sozialen und wirtschaftlichen Gräben.

Utsumi gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Plattform aus Vertretern von Regierungen, nichtstaatlichen Organisationen, der Zivilgesellschaft, des privaten Sektors und dem Hochschulbereich die Gelegenheit zu Partnerschaften bietet.

Die Plattform wird von der DEZA und dem Netzwerk Global Knowledge Partnership (GPK) organisiert und findet vom 9. bis 13. Dezember auf dem Palexpo-Gelände statt. An mehr als 40 Konferenzen und Workshops sollen Entwicklungsfragen diskutiert werden.

Zuvor hatten sich die 180 Teilnehmerstaaten des Weltinformationsgipfels (WSIS) auf den Text der Abschlusserklärung und des Aktionsplans geeinigt. Als letzter offener Punkt konnte die Finanzierung an der Vorbereitungssitzung geklärt werden.

Strittig war, ob ein Solidaritätsfonds zur Überwindung des digitalen Grabens geschaffen werden soll, wie einige Entwicklungsländer fordern oder ob bestehenden Strukturen der Entwicklungshilfe dafür eingesetzt werden sollen, wie die Industrieländer verlangen. Der UNO-Gipfel in Genf beginnt am Mittwoch und dauert bis am Freitag.

Am Rande des Weltinformationsgipfels trifft Israels Aussenminister Silvan Schalom Mitte Woche den ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak.

(bsk/sda)

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