Erstanalyse legt Gräben offen
publiziert: Montag, 25. Sep 2006 / 19:56 Uhr

Bern - Die KOSA-Initiative hat mehr als einen Graben durch die Schweiz offen gelegt: Bei Volk und Ständen scheiterte sie zwar deutlich, die italienischsprachge Schweiz aber nahm die Initiative «Nationalbankgewinne für die AHV» mit über 57 Prozent an.

In dem Abstimmungsresultat sehen die Autoren auch den demografischen Wandel.
In dem Abstimmungsresultat sehen die Autoren auch den demografischen Wandel.
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Demgegenüber betrug die Zustimmung in der Romandie 44 Prozent, in der Deutschschweiz nur 40 Prozent. Zu dem Schluss kommt das Forschungsinstitut gfs.bern in einer Erstanalyse zur Abstimmung vom 24. September.

Unterschiede im Abstimmungsverhalten gab es nicht nur zwischen den Sprachregionen, sondern auch zwischen Stadt und Land. Einige der grossen Städte stimmten dem Anliegen zu, teilweise sogar deutlich: Lugano (56,5 Prozent), Biel (56,3) Lausanne (55,8), Genf (55,3), Basel (55,2) und Luzern (50,9).

Während die Sprachregionen und auch Stadt und Land auseinanderfielen, führte die Initiative innerhalb der politischen Lager zu grosser Geschlossenheit.

Demografischer Wandel schon zu sehen

In dem Abstimmungsresultat sehen die Autoren auch den demografischen Wandel «aufschimmern»: Je deutlicher die Alterung in einem Bezirk fortgeschritten ist, desto eher kam es zu einer überdurchschnittlichen Zustimmung zur KOSA-Initiative, während die Ablehnung überproportional war, wo diegesellschaftliche Alterung noch wenig zum Ausdruck kommt.

Der KOSA-Initiative der SP hatten 41,7 Prozent der Stimmenden sowie die Stände Basel-Stadt, Tessin und Genf zugestimmt. Das Volksbegehren hatte verlangt, dass der Reingewinn der Nationalbank künftig bis auf eine fix den Kantonen reservierte Milliarde in den AHV-Fonds fliesst.

(fest/sda)

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