Erste Niederlage für Walfang-Befürworter
publiziert: Montag, 20. Mai 2002 / 11:45 Uhr

Shimonoseki - Auf der Jahreskonferenz der Internationalen Walfangkommission haben die Walfang-Befürworter eine erste Niederlage einstecken müssen.

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Unmittelbar nach Beginn des jährlichen Treffens in der japanischen Hafenstadt Shimonoseki stimmte eine deutliche Mehrheit der Mitgliedsstaaten gegen den Vorstoss Islands, Stimmrecht zu erhalten.

Mit 25 Stimmen bei 20 Gegenstimmen wurde entschieden, dass Island sich - wie schon im Jahr zuvor - mit dem Beobachterstatus begnügen muss. Der britische Vertreter sprach anschliessend von einer "schweren Niederlage" für die Gruppe um Japan, die ein Ende des Moratoriums für kommerziellen Walfang durchsetzen will.

Dies bedeute jedoch nicht, dass die Walfang-Gegner während der knapp einwöchigen Tagung automatisch mit einer Mehrheit von fünf Stimmen rechnen könnten.

Bei der bis 24. Mai gehenden Vollversammlung stehen Länder wie Australien oder Neuseeland, die den Schutz der Meeressäuger verstärken wollen, Walfangnationen wie Japan oder Norwegen gegenüber.

Ein Ende des seit Mitte der 80er Jahre geltenden internationalen Fangverbots für kommerzielle Zwecke gilt als unwahrscheinlich, da dazu eine Dreiviertel-Mehrheit in der IWC erforderlich ist.

Umweltaktivisten befürchten jedoch die schleichende Rückkehr des kommerziellen Walfangs unter dem Deckmantel der Wissenschaft.

So könnte Japan in einer knappen Entscheidung dem Gremium Zustimmung zu seinem Walfangprogramm für wissenschaftliche Zwecke abringen. Dieses soll as den Fang von 700 Walen pro Jahr erlauben. Norwegen erhöhte bereits unter Missachtung des Moratoriums für dieses Jahr seine Quote um 125 auf 674 Wale.

Australien, Neuseeland, Argentinien und Brasilien wollen deshalb die Konferenz nutzen, um die Einrichtung von Schutzzonen im Süd-Pazifik und Süd-Atlantik für den Fall durchzusetzen, dass das Moratorium abgeschafft wird.

Der Kommission gehören seit vergangenem Monat 48 Staaten an. Doch den drei Mitgliedern Costa Rica, Kenia und Senegal wurde zu Beginn der Tagung als Strafe für ihre schlechte Zahlungsmoral das Stimmrecht entzogen.

(sk/sda)

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