Erste Nullnummer seit 1966
publiziert: Sonntag, 13. Feb 2005 / 16:08 Uhr

Zum ersten Mal seit den Sommer-Weltmeisterschaften im August 1966 im chilenischen Portillo kehrt ein Schweizer Ski-Team ohne eine einzige Medaille von einem Grossereignis heim.

Die Schweiz kann kein Edelmetall nach Hause bringen.
Die Schweiz kann kein Edelmetall nach Hause bringen.
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Der Super-GAU unseres alpinen Skisports war eine "Nullnummer" mit Vorankündigung. Von den im Einsatz stehenden Fahrern hatte lediglich Silvan Zurbriggen im Weltcup in einer WM-Disziplin einen Podestplatz herausgefahren. Didier Défagos 3. Kombi-Platz von Wengen kam in einer Sparte zustande, die es in dieser Form in Bormio nicht gab. Die Bilanz in Bormio ist das Spiegelbild der Saison.

Mit einem Medaillengewinn wären auch jene Resultate, die als "Ehrenplätze" gelten, positiver dargestellt worden. Dieser Exploit hat gefehlt. Der wäre nötig gewesen, um die Blockade im Schweizer Team zu lösen. Die Schweiz ist im alpinen Skirennsport keine Top-Adresse mehr.

Titelkämpfe der Superstars

Noch nie ist eine WM derart von Superstars beherrscht worden. In den zehn Rennen von Bormio gab es, ohne Teambewerb, nur fünf Sieger, die alle im Skirennsport schon vorher einen klingenden Namen besassen: Kostelic, Pärson, Raich, Miller und Maier.

Janica Kostelic ist dreifache Weltmeisterin und besitzt jetzt, im Alter von 23 Jahren, bereits acht Goldmedaillen von Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften, aber sonst nur noch eine silberne. Sie geht auf tutti. Wenn sie startet, gewinnt sie.

Anja Pärson, Bode Miller und Benjamin Raich sind Doppelweltmeister. Raich holte drei weitere Medaillen- im Team- und den Einzelwettkämpfen und ist damit der meistdekorierte Athlet. Nur Hermann Maier ist ein "einfacher" Weltmeister, dafür ein umso schillernder.

Kjus und Aamodt die Verlierer - die USA im Kommen

Die Verlierer neben der Schweiz sind die beiden Norweger Lasse Kjus und Kjetil Andre Aamodt. Erstmals seit ihrem Auftauchen 1991 blieben sie ohne Medaille.

Damit neigt sich eine Aera dem Ende zu. Auf den Teamwettkampf mussten die Norweger verzichten, weil sie zurzeit keine valable Super-G-Fahrerinnen besitzen. Unter den zehn Nationen, die Medaillen gewannen, fehlt von den grossen Nationen nur die Schweiz. Dafür ist Tschechien sowie Finnland bei den Frauen erstmals dabei.

Deutschland mit seinem sensationellen Teamsieg und Frankreich (3.) verhinderten am Schlusstag die totale Pleite.

Skination Nummer 1 bleibt Österreich mit 10/11 Auszeichnungen. Immer stärker werden aber die USA, die nur zweibesten Nation avancierten.

Der Medaillenspiegel (nach 11 Wettbwerben):
1. Österreich 3 Gold/4 Silber /4 Bronze (total 11). 2. Kroatien 3/0/0 (3). 3. USA 2/1/3 (6). 4. Schweden 2/1/0 (3). 5. Deutschland 1/0/0 (1). 6. Italien 0/2/2 (4). 7. Finnland 0/2/0 (2). 8. Norwegen 0/1/0 (1). 9. Tschechien und Frankreich je 0/0/1 (1).

(rr/Si)

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