Erste Opfer-Zahlen von Kämpfen um Basra
publiziert: Sonntag, 23. Mrz 2003 / 10:59 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 23. Mrz 2003 / 11:19 Uhr

El Sailijah/Bagdad - Am dritten Tag der Bodenoffensive treffen die allierten Streitkräfte auf wesentlich mehr Widerstand. Die Meldung, dass eine US-Patriot Rakete ein britisches Flugzeug in der Nacht abschossen hat, wurde bestätigt.

Patriot Abschussanlage.
Patriot Abschussanlage.
Die Besatzung gelte als vermisst, hiess es. Zuvor hatte das britische Verteidigungsministerium in London erklärt, das Militärflugzeug sei von einem Einsatz in der Nacht nicht zurückgekehrt.

Bei den Kämpfen um die Millionenstadt Basra sind bisher 77 Menschen getötet und 260 verletzt worden. Das sagte der irakische Informationsminister Mohammed Sajjid el Sahhaf vor den Medien in Bagdad. Er warf den USA vor, sie hätten Streubomben auf zivile Ziele eingesetzt.

Die seit vier Tagen umkämpfte Hafenstadt Umm Kasr sei ein Symbol für den heroischen Widerstand der irakischen Soldaten, sagte El Sahhaf weiter. Er wies alle Meldungen zurück, wonach die strategisch wichtige Stadt von den US-Truppen und ihren Verbündeten kontrolliert werde.

Die irakischen Behörden zeigten ausländischen Journalisten einen schweren Raketentreffer in einem Wohngebiet von Bagdad. Zwei zweistöckige Wohnhäuser im Stadtteil El Kadissija waren komplett zerstört, mehrere umstehende Gebäude wurden schwer beschädigt.

Der arabische Fernsehsender El Dschasira berichtete unterdessen unter Berufung auf jordanische Regierungsbeamte, bei den US-Luftangriffen auf die nordirakische Stadt Mosul seien vier jordanische Studenten getötet worden. Und beim erstmaligen US-Bombardement von Saddam Husseins Geburtsstadt Tikrit starben den Angaben zufolge vier Menschen.

Nach dem Anschlag auf ein US-Militärcamp in Kuwait mit einem Toten und mindestens 13 Verletzten soll ein verdächtiger US-Soldat die Tat gestanden haben. Der Soldat habe zugegeben, im Lager in der Wüste Nordkuwaits mehrere Granaten gezündet zu haben, sagte ein Reporter des Time Magazine dem US-Fernsehsender CNN.

Der Soldat war den Angaben zufolge jüngst wegen Gehorsamsverweigerung verwarnt worden. Seine Vorgesetzten hätten daraufhin beschlossen, ihn zurückzulassen, als die Einheit in Irak einmarschierte.

(bert/sda)

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