Erste Trainingsbestzeit für Marco Büchel
publiziert: Mittwoch, 1. Feb 2006 / 14:01 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 1. Feb 2006 / 14:50 Uhr

Marco Büchel ist erstmals in einem Abfahrtstraining Bestzeit gefahren.

Marco Büchel liess die Konkurrenz deutlich hinter sich. (Archivbild)
Marco Büchel liess die Konkurrenz deutlich hinter sich. (Archivbild)
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Der Liechtensteiner liess in der ersten Übungsfahrt in Chamonix, wo am Freitag die Super-Kombination und am Samstag die Abfahrt im Programm stehen, die Konkurrenz deutlich hinter sich.

Büchels Trainingskollegen aus dem Schweizer Team starteten verhaltener in die «Olympia-Hauptprobe». Als Bester belegte Didier Cuche mit anderthalb Sekunden Rückstand Platz 8.

Ohne Schmerzen

«Seit der Pause kann ich wieder ohne Schmerzen fahren. Ich muss mein Knie nicht mehr schonen», berichtete der Neuenburger. Cuche hatte vor den Lauberhorn- Rennen wieder die Folgen des Kreuzbandrisses im rechten Knie gespürt und war in Wengen nicht angetreten.

Bruno Kernen klassierte sich als Elfter, obwohl er kurz vor dem Ziel fast gestürzt wäre. «Beim zweitletzten Tor hat es mich nach hinten gedrückt», schilderte der Berner Oberländer die Szene. Die unter den Fahrern verbreitete Meinung, die Piste Verte gehöre zu den leichteren Aufgaben im Weltcup, teilt Kernen ohnehin nicht. «Für mich ist es eine komplette Abfahrt. Während der ersten Minute ist die Strecke technisch anspruchsvoll, danach ist das Gleiten gefragt.»

Noch nicht am Limit

Die Piste Verte auf Anhieb bestens im Griff hatte Marco Büchel. «Als Abfahrer muss man mindestens eine Trainingsbestzeit im Palmarès haben», flachste der stets fröhliche Liechtensteiner im Ziel. «Im Ernst: Heute wollte ich sehen, wo ich stehe, und bin deshalb forsch zur Sache gegangen.» Gleichwohl sieht Büchel im Hinblick auf die Abfahrt vom Samstag noch Reserven. «Voll am Limit bin ich natürlich trotzdem noch nicht unterwegs gewesen.»

Büchel am nächsten kam Antoine Dénériaz. Der Franzose übte sich damit erfolgreich in Vergangenheitsbewältigung. Im Vorjahr hatte er gleichenorts bei einem Sturz im Abschlusstraining das hintere Kreuzband im linken Knie gerissen.

Nicht am Start waren Tobias Grünenfelder und Bode Miller. Der Glarner liegt mit einer Grippe im Bett, der Amerikaner, der sich zuletzt eine Pause gegönnt und die Rennen in Garmisch ausgelassen hatte, traf erst im Verlaufe des Tages im Olympia-Ort von 1924 ein.

Die Resultate:

1. Marco Büchel (Lie) 1:57,41. 2. Antoine Dénériaz (Fr) 0,70. 3. Kristian Ghedina (It) 0,81. 4. Aksel Lund Svindal (No) und Michael Walchhofer (Ö) je 1,42. 6. Pierre-Emmanuel Dalcin (Fr) und Fritz Strobl (Ö) je 1,49. 8. Didier Cuche (Sz) 1,53. 9. Patrik Järbyn (Sd) 1,60. 10. Klaus Kröll (Ö) 1,65. 11. Bruno Kernen (Sz) 1,67. 12. Kjetil André Aamodt (No) 1,68. 13. Hermann Maier (Ö) 1,71. Ferner: 22. Ambrosi Hoffmann (Sz) 2,42. 24. Daron Rahlves (USA) 2,50. 25. Peter Fill (It) 2,57. 27. Lasse Kjus (No) 2,61. 33. Didier Défago (Sz) 2,86. 38. Jürg Grünenfelder (Sz) 3,02. 46. Benjamin Raich (Ö) 3,58. 51. Silvan Zurbriggen (Sz) 4,24. 56. Daniel Albrecht (Sz) 4,93. 66. Marc Berthod (Sz) 6,63. -- 77 Fahrer gestartet, 76 klassiert. -- Nicht gestartet: Tobias Grünenfelder (Sz/krank), Bode Miller (USA/verspätete Anreise).

(fest/Si)

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