Erster Vogelgrippe-Verdacht in Deutschland
publiziert: Dienstag, 14. Feb 2006 / 23:30 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 15. Feb 2006 / 07:39 Uhr

Bern/Athen/Rom/Berlin - Die Vogelgrippe hat jetzt auch Deutschland erreicht. Alle Zeichen deuteten darauf hin, dass es sich um das gefährliche Virus H5N1 handle,

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Dies sagte Landwirtschaftsminister Horst Seehofer Abend in Berlin. Zwei von vier auf der Insel Rügen gefundenen toten Schwäne seien offensichtlich an dieser auch für Menschen gefährlichen Krankheit verendet. Letzte Sicherheit erwarte er am Donnerstag.

Zugleich kündigte Seehofer an, dass die Deutschland-weite Stallpflicht nicht erst am Montag beginnen werde, sondern bereits am Freitag. Für die Fundorte auf der Insel Rügen gelten im Umkreis von drei und zehn Kilometern Schutz- und Sperrzonen, die eine sofortige Stallpflicht auslösen.

Das gefährliche Vogelgrippe-Virus könnte inzwischen auch Österreich erreicht haben. Es bestehe der «dringende Verdacht» dass zwei Wildschwäne in der Steiermark an H5N1 gestorben seien, sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat am Dienstag. Sicherheit soll eine Untersuchung im EU-Referenzlabor im britischen Weybridge bringen.

Neue Fälle in Italien, Griechenland und Rumänien

In Süditalien traten unterdessen neue Verdachtsfälle von Vogelgrippe auf. Erste Tests hätten bei zwei Schwänen in Apulien das gefährliche Virus H5N1 angezeigt, teilte der Gesundheitsminister Francesco Storace mit.

Griechenland registrierte bei zwei weiteren Schwänen, die im Raum der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki verendet waren, Vogelgrippeviren des Typs H5. Ein Test bei dem Jäger, der wegen des Vogelgrippe-Verdachts unter Quarantäne gestellt worden war, verlief nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Athen jedoch negativ.

In Rumänien wurde der gefährliche Vogelgrippe-Erreger H5N1 erneut nachgewiesen - bei totem Geflügel, wie rumänische Behörden mitteilten. In Iran verendeten dutzende Schwäne an dem Vogelgrippe-Virus H5.

Bedrohung für Europa

In Zuchtgeflügel sei das Virus aber bislang noch nicht aufgetaucht. Nach Einschätzung der Welternährungsorganisation (FAO) in Rom ist Europa derzeit stark von der Vogelgrippe bedroht.

Das grösste Risiko gehe von Zugvögeln aus, die aus befallenen Regionen Afrikas zurückkehren. Die FAO rief die Regierungen auf, Geflügel vor Infektion mit dem Virus zu schützen.

(bert/sda)

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