Erster deutscher Militär-Einsatz im Nahen Osten
publiziert: Mittwoch, 20. Sep 2006 / 13:05 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 20. Sep 2006 / 16:21 Uhr

Berlin - Deutschland entsendet erstmals Soldaten in den Nahen Osten. Der Bundestag billigte dies mit grosser Mehrheit.

3 Meldungen im Zusammenhang
Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte noch einmal die «historische Dimension» dieses Einsatzes. Zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg schickt Deutschland damit Soldaten in den Nahen Osten. Deutsche Kriegsschiffe sollen am Donnerstag auslaufen, um das Krisengebiet vor der libanesischen Küste so schnell wie möglich zu erreichen.

Sie sollen dort zusammen mit Schiffen aus Dänemark, Norwegen, den Niederlanden und Schweden den Schmuggel von Waffen verhindern. Die deutsche Beteiligung an der Friedenstruppe UNIFIL der UNO ist bis 31. August 2007 befristet.

Deutschland stellt maximal 2400 Soldaten. Dabei ist nach den Worten von Verteidigungsminister Franz Josef Jung eine «Planungsreserve» berücksichtigt.

«Effektives Mandat

Jung betonte nach dem Entscheid des Bundestages erneut, dass die deutschen Soldaten ein »effektives Mandat« hätten. Die Kontrolle der Gewässer vor Libanon erfolge zusammen mit dessen Streitkräften.

Nach nochmaliger kontroverser Debatte stimmten im Bundestag 442 Abgeordnete für die Nahost-Mission, 152 Parlamentarier lehnten sie ab. 5 enthielten sich.

Die Bundeskanzlerin warb eindringlich für eine breite Mehrheit. »Wir sind nicht neutral«, sagte Merkel. »Wir wollen auch gar nicht neutral sein.« Deutsche Aussenpolitik sei immer an Werte gebunden gewesen.

Kein Einsatz wie jeder andere

»Dieser Einsatz der Bundeswehr im Nahen Osten ist kein Einsatz wie jeder andere«, sagte Merkel in der Parlamentsdebatte. Der Wunsch Israels nach einerdeutschen Beteiligung sei ein »Zeichen des Vertrauens«, das ernst genommen werden müsse.

Der Einsatz werde von humanitärer Hilfe begleitet und durch verstärkte politische Bemühungen um einen Nahost-Frieden ergänzt. »Zu keinem Zeitpunkt ging es nur um militärische Fragen«, versicherte die Kanzlerin.

(fest/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Beirut - Die libanesische Regierung ... mehr lesen
Wird die Deutsche Marine nur bei schwerem Seegang benötigt?
2400 deutsche Marinesoldaten sollen den Waffenschmuggel vor der Küste Libanons verhindern.
Berlin - In Deutschland streiten ... mehr lesen
Berlin - Die deutsche Regierung hat ... mehr lesen
«Dies ist kein Einsatz wie jeder andere», so Angela Merkel vor Journalisten. (Archivbild)
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ist im Parlament als Israels neuer Verteidigungsminister vereidigt worden. 55 von 120 Abgeordneten ... mehr lesen
Avigdor Lieberman.
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den ... mehr lesen   2
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute So Mo
Zürich 7°C 9°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Basel 9°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 7°C 9°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Bern 8°C 11°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Luzern 5°C 12°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Genf 7°C 12°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 3°C 10°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten