Erstes Qualifying als Wetterlotterie
publiziert: Samstag, 5. Mrz 2005 / 08:14 Uhr

Der erste Teil des Qualifyings für den Grand Prix von Australien verkam zur Wetterlotterie. Giancarlo Fisichella zog das grosse Los und fuhr Bestzeit, Jacques Villeneuve wurde Vierter. Felipe Massa zählte zu den Pechvögeln.

Jacques Villeneuve fuhr ein stabiles Rennen.
Jacques Villeneuve fuhr ein stabiles Rennen.
Melbourne sei die Stadt, in der man alle vier Jahreszeiten an einem Tag erleben könne, sagen die Einheimischen. Winter wurde im australischen Spätsommer am Samstag zwar nicht, doch am frühen Nachmittag spielte das Wetter total verrückt und liess das Einzelzeitfahren zur Farce werden.

Nachdem kurz vor Beginn des ersten Qualifikationsteils ein weiterer Schauer über dem Albert Park niedergegangen war, trocknete die Strecke vorerst wieder ab, bevor das meteologische Wechselspiel mit Regen und Sonne von Neuem begann.

Die besten Bedingungen fand der als Zwölfter aufgerufene Fisichella im Renault vor. Der letztjährige Sauber-Fahrer packte die Chance beim Schopf und schuf sich eine ausgezeichnete Basis, um sich zum zweiten Mal (nach dem Grand Prix von Österreich 1998) die Pole-Position zu sichern.

In den zweiten Teil des Qualifyings nimmt der Italiener über zwei Sekunden Vorsprung auf seinen Landsmann Jarno Trulli im Toyota und über dreieinhalb auf Mark Webber im Williams-BMW mit.

Schumacher: Falsche Reifen

Der unmittelbar vor Fisichella gestartete Villeneuve fand fast identische Verhältnisse wie der Römer vor, vermochte sie indes nicht vollends zu nutzen.

Mit einer Fahrt ohne Fehler wäre für den neuen Sauber-Fahrer zweifellos der zweite Platz im Zwischenklassement möglich gewesen. Das grösste Missgeschick war Villeneuve bereits in der Aufwärmrunde unterlaufen.

Er kam von der Piste ab, drehte sich, brachte das Auto aber ohne die Streckenbegrenzung touchiert zu haben heil auf den Weg zurück.

Fisichella war auf den letzten Metern seiner schnellen Runde, als ein weiterer Wolkenbruch die Strecke erneut unter Wasser setzte - und die nächststartenden Felipe Massa, er war mit Trockenreifen ausgerückt, Michael Schumacher und Takuma Sato zu den grossen Verlierern machte.

Sato geriet schon in der Aufwärmrunde von der Strecke und setzte den BAR in die Mauer. Danach wurde das Training für zehn Minuten unterbrochen. Wetterpech

Zu den "Wettergeschädigten" gehörten auch die zuletzt gestarteten Ralf Schumacher, Fernando Alonso, Rubens Barrichello, Kimi Räikkönen und Juan Montoya. Massgebend für die Startliste des ersten Teils des Qualifyings ist das Klassement des voran gegangenen Grand Prix. Im Gegensatz zur letzten Saison starten die Fahrer aber in umgekehrter Reihenfolge.

Am Start waren auch die Minardi-Fahrer. Die Autos wurden in der Nacht auf Samstag umgebaut, so dass sie nun die neuen technischen Vorschriften erfüllen. Der Kärntner Patrick Friesacher und der Holländer Christijan Albers hatten am Freitag in den ersten zwei freien Trainings zuschauen müssen.

Teamchef Paul Stoddart hatte beabsichtigt, die ersten Grands Prix mit Autos zu bestreiten, die dem Reglement des Vorjahres entsprachen. Die Rennkommissäre hatten das Gesuch abgelehnt.

Der zweite Teil des Qualifyings wird in der Nacht auf Sonntag (Schweizer Zeit) ausgetragen. Das Rennen beginnt morgens um vier Uhr.

Das Zwischenklassement nach dem ersten Teil des Qualifyings für den Grand Prix von Australien:
1. Giancarlo Fisichella (It), Renault, 1:33,171 (204,900 km/h). 2. Jarno Trulli (It), Toyota, 2,099 Sekunden zurück. 3. Mark Webber (Au), Williams-BMW, 3,546. 4. Jacques Villeneuve (Ka), Sauber-Petronas, 3,813. 5. Christian Klien (Ö), Red Bull-Cosworth, 4,315. 6. David Coulthard (Gb), Red Bull-Cosworth, 5,149. 7. Nick Heidfeld (De), Williams-BMW, 6,546. 8. Jenson Button (Gb), BAR-Honda, 8,341. 9. Narain Karthikeyan (Ind), Jordan-Toyota, 11,186. 10. Kimi Räikkönen (Fi), McLaren-Mercedes, 11,826. 11. Juan Montoya (Kol), McLaren-Mercedes, 12,154. 12. Rubens Barrichello (Br), Ferrari, 12,310. 13. Tiago Monteiro (Por), Jordan-Toyota, 13,675. 14. Fernando Alonso (Sp), Renault, 14,537. 15. Christian Albers (Ho), Minardi-Cosworth, 16,059. 16. Patrick Friesacher (Ö), Minardi-Cosworth, 17,693. 17. Ralf Schumacher (De), Toyota, 18,324. 18. Michael Schumacher (De), Ferrari, 24,760. Ohne Zeit: Takuma Sato (Jap), BAR-Honda, und Felipe Massa (Br), Sauber-Petronas.

(rr/Si)

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