Erstes Schweizer Duell in NHL-Playoffs
publiziert: Samstag, 22. Apr 2006 / 09:05 Uhr

In der Nacht auf heute begannen die NHL-Playoffs mit den Favoriten Detroit und Ottawa, den Gewinnern der Eastern, respektive Western Conference.

Schafft es David Aebischer als Nummer 1 aufs Eis zu kommen, oder muss er Huet den Vortritt lassen?
Schafft es David Aebischer als Nummer 1 aufs Eis zu kommen, oder muss er Huet den Vortritt lassen?
Schweizerischerseits interessiert primär das Duell zwischen Carolina und Montreal.

Wenn die «Canes» und die «Habs» ab heute Samstag gegeneinander spielen, ist der Schweizer Einfluss so gross wie noch nie in NHL-Playoffs.

Carolina vertraut auf Martin Gerber, der Traditionsverein aus Kanada gleich auf «zweieinhalb» Schweizer: Nationalmannschafts-Captain Mark Streit dürfte regelmässig zum Einsatz gelangen, David Aebischer wird versuchen, den langjährigen Luganesen Cristobal Huet, der mit einer Schweizerin verheiratet ist, aus dem Kasten zu verdrängen.

Aufgrund der Leistungen in der Regular Season wäre Carolina zu favorisieren, haben die Hurricanes doch alle vier Direktduelle für sich entschieden und dies mit dem eindrücklichen Gesamtskore von 25:9.

Zuletzt zeigte ihre Leistungskurve jedoch stark nach unten, und auch Gerber war nicht mehr so unwiderstehlich wie zuvor. Auf «Gerbs» ruhen bei dessen erster Playoff-Teilnahme aber nebst Center Eric Staal die meisten Hoffnungen. Gute Leistungen vom Schweizer sind auch vonnöten, stellt Carolina doch das defensiv anfälligste aller 16 Playoff-Teams (260 Gegentore).

Für Montreal spricht nicht nur die riesige Euphorie - das «Centre Bell» war bei allen 41 Heimspielen mit 21 273 Zuschauern bis auf den letzten Platz gefüllt - sondern auch die Erfahrung. Kultfigur Saku Koivu spielt auch nach der Olympia-Finalenttäuschung auf konstant hohem Niveau, zudem haben die Kanadier das wohl heisseste Goalieduo.

Huet parierte 92,9 Prozent aller Schüsse und liess sich damit ligaweit den besten Wert notieren, Aebischer steigerte sich nach Anfangsschwierigkeiten (kurz nach dem Wechsel von Colorado) und hat zudem schon einen Stanley-Cup-Ring gewonnen (als Ersatz von Patrick Roy allerdings).

Helbling wohl nur Zuschauer

Timo Helbling dürfte die Serie zwischen seinen Tampa Bay Lightning und den Ottawa Senators mehrheitlich von der Tribüne aus verfolgen.

Dennoch ist auch da das «Schweizer» Element nicht zu unterschätzen: Dany Heatley, Mike Fisher (beide Ottawa) und Martin St.Louis (Tampa) hatten während der Lockout-Saison in der BernArena, der Herti und der Patinoire de Malley gespielt.

Thornton als Geheimfavorit

Wie immer führt der Titel über die Detroit Red Wings, gefährlich scheinen auch die New York Rangers, bei denen um Jaromir Jagr herum eine erstaunlich homogene Truppe entstanden ist.

Zum Spielverderber könnte San José werden, das gegen Nashville beginnt. Der letztjährige Davos-Gastarbeiter Joe Thornton war schon Topskorer in der Qualifikation und möchte nun nur zu gerne das «Double» Nationalliga A und NHL schaffen, wenn möglich wieder als MVP.

WM-Lust auf Olympia- und Playoff-Frust?

Wie immer werden die Achtelfinals auch erhebliche Auswirkungen auf die Nationalteams haben, die in Riga ab dem 5. Mai um WM-Gold kämpfen. Allerdings rechnen Experten diesmal nicht mit lauter freudigen Zusagen jener Spieler, die schon eine lange Saison mit mehrheitlich doppelten Frustrationen hinter sich haben werden.

Zwei neue Superstars werden aber mindestens nach Lettland reisen: Der Russe Alexander Owetschkin und der Kanadier Sidney Crosby haben ihren Verbänden die Zusage bereits gegeben.

NHL. Playoff-Achtelfinals (best of 7/ab Nacht auf Samstag resp. Sonntag). Eastern Conference: Ottawa - Tampa Bay, Carolina - Montreal, Buffalo - Philadelphia, New Jersey - New York Rangers. -- Western Conference: Detroit - Edmonton, Dallas - Colorado, Calgary - Anaheim, Nashville - San Jose.

(Marco Keller/Si)

 
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