Erstes Urteil zu G8-Demos in Genf
publiziert: Freitag, 6. Mai 2005 / 21:51 Uhr

Genf - Das Genfer Polizeigericht hat das erste Urteil gegen einen Anti-G8-Demonstranten gefällt. Der 18-jährige Angeklagte wurde zu einem Monat Gefängnis bedingt verurteilt.

Die Genfer Richter haben noch mit einem Dutzend weiterer Fälle nach den G8-Krawallen zu tun.
Die Genfer Richter haben noch mit einem Dutzend weiterer Fälle nach den G8-Krawallen zu tun.
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Er wurde für schuldig befunden, 2003 an der Demo gegen den G8-Gipfel in Evian gewalttätig geworden zu sein, Beamte passiv bedroht sowie Besitz der Öffentlichkeit beschädigt zu haben. Mit einem Monat bedingt ist das Gericht unter dem Antrag von Staatsanwalt Daniel Zappelli geblieben, der sechs Monate Gefängnis bedingt gefordert hatte.

Die Richter hätten ruhig Blut bewahrt und die Vorfälle angemessen gewichtet, sagte der Verteidiger des Angeklagten, Yves Bertossa. Im Zuge der kollektiven G8-Hysterie habe die Genfer Justiz unter Departementsvorsteherin Micheline Spoerri hart durchreifen wollen bei ein paar Jugendlichen, die praktisch nichts angestellt hätten, sagte Bertossa weiter.

Die Genfer Richter haben noch mit einem Dutzend weiterer, zum Teil schwerer wiegender Fälle nach den G8-Krawallen zu tun. Mit den Urteilen ist in nächster Zeit zu rechnen.

(bert/sda)

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