Erstmals muslimischer Religionsunterricht an Schweizer Schule
publiziert: Freitag, 16. Aug 2002 / 17:30 Uhr

Luzern - In den Luzerner Gemeinden Kriens und Ebikon wird im kommenden Schuljahr erstmals muslimischer Religionsunterricht erteilt. Das Pilotprojekt stellt schweizweit eine Premiere dar. Muslimische Organisationen sind hocherfreut.

Die Initiative für das Pilotprojekt sei von der Vereinigung der Islamischen Organisationen des Kantons Luzern (Viokl) ausgegangen, bestätigte Thomas Glur, Beauftragter für Religion der drei Landeskirchen im Kanton Luzern einen Bericht der «Reformierten Presse».

«Das neue Erziehungsgesetz des Kantons Luzern ermöglicht es der Schulleiterin oder dem Schulleiter, einen solchen Entscheid zu fällen», sagte Glur. Der Religionsunterricht werde nun in Kriens und Ebikon von zwei muslimischen Lehrerinnen auf Primarschulstufe erteilt.

Wie Susanne Markees von der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) erklärte, bestehen in der Schweiz keine spezifischen Regelungen zur Gestaltung des Religionsunterrichtes. «Wir empfehlen jedoch, dass Kinder fremder Kulturen auch in ihrer Sprache und Kultur unterrichtet werden», sagte Markees.

Hocherfreut über den Luzerner Entscheid ist Ibrahim Salah von der Vereinigung der muslimischen Organisationen in der Schweiz. «Wir hoffen, dass das Projekt Schule macht», sagte Salah. Der Unterricht sei wichtig: «Wer seine Religion richtig versteht, kann nicht zum Fundamentalisten werden», erklärte Salah.

Offen ist laut Glur die Frage, ob die Lehrerinnen mit Kopftuch unterrichten dürfen. Da es sich jedoch um Religionsunterricht handelt, dürfte die Frage weniger heikel zu beantworten sein als im Fall einer Genfer Primarlehrerin, der das Bundesgericht 1997 verboten hatte, im Schulunterricht ein Kopftuch zu tragen.

(ba/sda)

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