Erstmals nach 600 Jahren: Frau als Eremitin in Solothurn
publiziert: Montag, 26. Jan 2009 / 22:28 Uhr / aktualisiert: Montag, 26. Jan 2009 / 22:55 Uhr

Solothurn - In der Einsiedelei St. Verena bei Solothurn wird erstmals seit 600 Jahren eine Frau als Eremitin leben. Die 63-jährige Religionspädagogin Verena Dubacher wird in die Klause einziehen und abseits der Alltagshektik die Anlage pflegen.

Die Einsiedelei in Solothurn war schon immer eine touristische Attraktion.
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Der Bürgerrat der Bürgergemeinde Stadt Solothurn wählte an einer Sitzung die neue Eremitin. Dubacher arbeitete in den vergangenen sechs Jahren in der Pfarrei Hochdorf LU, wie die Bürgergemeinde mitteilte.

Ihre Hauptaufgabe sehe sie darin, ein offenes Herz für die persönlichen Anliegen der Besucherinnen und Besucher zu haben, betonte Dubacher, die sich künftig Schwester Verena nennt. Die geschiedene Religionspädagogin war zusammen mit sieben Geschwistern auf einem Bauernhof in Birmenstorf AG aufgewachsen.

Für die im September ausgeschriebene Stelle bewarben sich 20 Personen, wie Bürgerschreiber Sergio Wyniger auf Anfrage sagte. Es hätten sich gleich viele Frauen wie Männer für den Job interessiert.

Dubacher, die sich künftig Schwester Verena nennt, ersetzt den bisherigen Einsiedler, Bruder Johannes Leutenegger. Nach einem Vierteljahrhundert hatte der 77-jährige im vergangenen Oktober die rund zwei Kilometer von Solothurn entfernte die Einsiedelei St. Verena verlassen.

Bruder Johannes wirkte als Siegrist der Kapelle und erfüllte Sakristansdienste, pflegte den Garten und hielt die Wege und Geländer in Schuss.

Die Einsiedelei St. Verena gehört zu den touristischen Attraktion der Stadt Solothurn. Die Geschichte der Einsiedelei reicht zurück ins Jahr 300. Aus dem Jahr 1442 datiert eine erste Notiz über einen Waldbruder, der in der Einsiedelei lebte.

(fest/sda)

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