
Der Bundesratskrimi blieb aus, alles kam so, wie news.ch schon am 9. November kommentiert hat. Die Sozialdemokraten haben mit viel Umsicht und Planung die Nachfolge von Micheline Calmy-Rey durchgesetzt. Alain Berset ist mit beachtlichem Resultat gut gewählt worden. Die FDP hat mit der CVP und der neuen sog. Mitte gut taktiert, so dass auch sie ihre zwei Bundesräte im «Schärmen» behalten konnte.
Weshalb sieht die Schweizer Regierung so aus, wie sie dies heute tut? Erstens war die Abwahl von Christoph Blocher im Jahr 2007 der beste Schachzug der Parteien, welche zu über 70 Prozent von SVP-Gegner und Gegnerinnen ins Parlament gewählt wurden. CVP, SP, Grüne und Teile von FDP haben mit der Abwahl des Herrliberger Milliardärs ihre staatspolitische Aufgabe zur Sicherung der Stabilität der Schweiz wahrgenommen. Mit dem damaligen Schritt wurde der Höheflug wie auch die mediale Geiselhaft durch die SVP brutal gestoppt, nur einige Politologen behaupteten die letzten vier Jahre immer, dass die Zürcher Polterpartei auch die Wahlen 2011 haushoch gewinnen würde. Die SVP ist heute fernsehträchtig gescheitert.
Zweitens kann die SVP zwar Wahlen gewinnen, hat aber offensichtlich kein Personal, um die staatspolitischen Posten anständig zu besetzen. Das Scheitern der SVP zeigt sich auch in den Gemeinden und Kantonen, die sich mehr und mehr dagegen wehren, unqualifizierte SVP-Vertreter beispielsweise in ein Richteramt zu befördern, siehe kürzlich das Beispiel im Kanton Zürich. Wo Qualität, Lebenslauf und Bildung zählen, sind viele SVP-Kandidaten chancenlos, da diese Partei offensichtlich dazu neigt, Menschen in ihren Reihen zu versammeln, die meine Grossmutter, die übrigens auch immer SVP wählte, nur die «Blodderi» nannte.
Drittens war klar, dass die SP und mit ihr die Grünen und die neue Mitte, fünf bürgerliche Bundesräte, davon zwei rechtspopulistische Oppositionspolitiker, nie als Regierungszusammensetzung hätten akzeptieren können.
Heute hat die Stabilität gesiegt: Die Energiewende ist gesichert, der Finanzplatz ebenfalls. Die SVP kann noch so viel «täubbele» und kindisch von einer Mitte-Links-Regierung und allfälliger Opposition sprechen, die Realität spricht eine andere Sprache. Jetzt dürfen wieder die Erwachsenen Politik machen und haben sogar die Mehrheit des Parlamentes hinter sich. Die Polit-Unerwachsenen wie Bundesrat Ueli Maurer maulen laut und vor den Medien gegen die erfolgreiche Finanzministerin und ehemalige SVP-Politikerin Widmer-Schlumpf. Sollen sie doch. Denn die Niederlage der SVP heute ist ein Sieg für die vernünftige Schweiz von morgen.
(Regula Stämpfli/news.ch)
Aber wissen Sie JB, diese Wahlen waren trotz der relativ geringen Gewinnen und Verlusten, wichtig für unser Land. Politiker wie dieser Peter Keller gehören eben auch zu einer Demokratie. Damit habe ich kein Problem. Mir wäre es lieb wenn solche Typen eher eine kleine Minderheit bleiben, auch bei der SVP. Und auch wenn ich zu 90 Prozent anderer Meinung bin wie die SVP, ist sie trotzdem sehr wichtig für unser Land. Die bringen Themen auf den Tisch, vor der sich die andern Parteien scheuen, oder sie einfach für unwichtig ansehen. Ich fände es gut, wenn diese Wahlen die Partei dazu bringen würden nicht nur anzuprangern sondern auch echte Lösungen zu bieten. Und gemeinsam mit den andern Parteien Lösungen zu finden, Kompromisse zu finden. Das ist was unser Land so erfolgreich gemacht hat. Die Mischung. Sollte die SVP es nicht schaffen und sich komplett aus der Politischen Lösungsfindung verabschieden, wird dieser Zustand für eine lange Zeit zementiert. Es ist definitiv nicht an den vollen Bundesratsparteien, der halben Bundesratspartei eine Plattform für deren Erneuerung zu bieten. Die SVP hat deutlich mehr aufzuarbeiten als die SP, die CVP und sogar mehr als die FDP. Die SP hat wieder in die Spur gefunden. Die "neue Mitte" ist eine Realität, die ich gar nicht schlecht finde. Auch wenn ich die BDP kaum zur Mitte zählen würde, aber das ist Ansichtssache. Die CVP ist das was sie schon immer war, Mehrheitenbeschaffer. Und die FDP ist einfach eine Bürgerliche konservative Partei, mir ist ganz recht wenn die etwa auf dem Niveau bleiben. Deren Bundesräte werden sich noch beweisen müssen. Ich sehe positiv in die Zukunft. Unser Land wird, dank uns dem Volk, auf diesem erfolgreichen Weg weitergehen.
Viel mehr schreibe ich nicht. Da ich davon ausgehe, dass sollte die Redaktion von news.ch ein bisschen etwas sein, grosse Teile dieser Chats gelöscht wird. Den was man sich hier im Moment an Primitivheiten an den Kopf schmeisst, hat kaum mehr was mit einer halbwegs gepflegten Debatte zu tun. Schade. Finde ich und ich beteilige mich auch nicht daran.
Gruss
Ich nicht. Er passt.
Sie sind exakt so ein intolerantes Dreckschwein, dazu noch hämisch bis zum Gehtnichtmehr, dass man Sie sehr gut bei der SA oder eben im Propagandaministerium des dritten Reiches hätte einsetzen können.
Einen schönen Abend. Hoffentlich brennt ihr Christbaum nicht. Obwohl, ich persönlich könnte dies verkraften.
Also der Weltwoche Schreiberling und Nationalrat Peter Keller (SVP) müsste man ja idealerweise zum Fraktionschef machen, der würde ja Baader in Unverfrorenheit noch weit in den Schatten stellen.
PS: Den dazugehörigen Weltwoche Bericht habe ich mit Genuss gelesen. Man muss es einfach als Satire nehmen, die es ja auch ist, wenn auch unfreiwillig.
Burkhalter ist jetzt Aussenminister. Gut. Ich bin gespannt.
Ein weiteres Indiz dafür warum man gerade vor den Wahlen die Bombe platzen liess.
Köppel, Mörgeli und Blocher wussten ganz genau, dass damit die GLP dazu getrieben werden kann, die SVP nicht zu unterstützen.
Sonst hätte es nämlich sogar klappen können Walter in den BR zu hieven trotz Verbot gegen die FDP anzutreten.
Die SVP Führung BBBM hat alles unternommen um den 2. Sitz zu verhindern.
Denn das Ziel ist: Maurer abziehen und in die Opferrolle und Opposition zu gehen.
Kann man in der aktuellen Weltwoche nachlesen.
Auch in Ihrem Post haben Sie es nicht unterdrückt, mich versucht blöd zu darzustellen ...
Dies hat der Blocher und Konsorten jetzt fast jahrzehntelang zelebriert und damit viel, viel Kraft und Goodwill zerstört! Solche Typen, wie Blocher, Fehr, Mörgeli und ... auch Sie (gehören Sie insgeheim in diesen Club?) brauchen wir nicht in der schweizerischen Politik ....!
Nun, die Sache, die politische, nicht die Ihre (!!), die wird sich selbst regeln. Dies zeigt der Nachgang zu den Wahlen, wo als erstes die SVP-Schnurris recht hoch verloren haben und es selbst immer noch nicht wahr haben wollen - Vor allem warum dies so kam, da zeigen diese wieder einmal zu den anderen und suchen Fehler stur nicht bei sich. Dem, las ich, sagt man auch das Narzissen-Syndrom ... oder so!
Damit zelebrieren diese aber ihren weiteren Absturz - nochmals um eine Stufe .... oder ganz hinab ins Vergessen! Hoffentlich sogar!
Der Prinz Astolfo brachte in Wahrheit einen Sack voll Kartoffeln (wie sollte der auch zum Mond kommen in damaliger Zeit?) und so fehlt dem Roland noch heute der völlig Verstand.
So, jetzt schaue ich die.., , ich sags lieber nicht, sonst ist das wieder nicht im Einklang mit Rolands religiösen Wahn....
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