Eschlikon TG ist nicht die ärmste Gemeinde der Schweiz
publiziert: Dienstag, 4. Mrz 2003 / 15:27 Uhr

Eschlikon TG - Der Gemeindeammann von Eschlikon TG sieht einen Imageschaden für die Gemeinde durch die im K-Tipp erhobene Behauptung, Eschlikon sei die einkommensschwächste Gemeinde der Schweiz. Diese Aussage beruhe auf einem Berechnungsfehler.

Im Gemeindehaus von Eschlikon dementiert man den Bericht von K-Tipp heftig.
Im Gemeindehaus von Eschlikon dementiert man den Bericht von K-Tipp heftig.
Bereits am Montag war der Eschliker Gemeindeammann Hans Fritschi einer Veröffentlichung in der Konsumentenzeitschrift K-Tipp entgegen getreten: Wir sind ganz und gar nicht die ärmste Gemeinde der Schweiz. Das Einkommen im Hinterthurgauer Dorf sei viermal höher, als die fälschlicherweise gemeldeten 7885 Franken.

Anlässlich einer Medienkonferenz orteten Fritschi und Gemeindeschreiber Norbert Näf einen nur schwer wieder gut zu machenden Imageschaden für das Dorf, das sich grosse Mühe gibt, attraktiv zu sein und zu bleiben.

Der Konsumentenzeitschrift K-Tipp warfen sie vor, dass sie vor ihrer Veröffentlichung keine Stellungnahme in Eschlikon eingeholt habe. Der verantwortliche Journalist habe sich inzwischen entschuldigt; der K-Tipp werde auch eine entsprechende Berichtigung veröffentlichen.

Näf und Fritschi erklärten, die falschen Angaben beruhten auf einem Fehler in der Statistik über die direkte Bundessteuer auf der Homepage der eidgenössischen Steuerverwaltung. Dort seien für die damals etwa 3300 Einwohner zählende Gemeinde Eschlikon ganze 528 Steuerpflichtige ausgewiesen.

Dass es aber überhaupt so weit kommen konnte, dass Eschlikon, mit nur 528 Steuerpflichtigen in der Statistik auftaucht, ist ein Fehler der Thurgauer Steuerverwaltung. Dort hat man, laut Gemeindeschreiber Näf, auf einem Teil der Steuererklärungen aus Eschlikon die falsche Gemeindenummer eingetragen.

(fest/sda)

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