Eskalation könnte israelischen Abzug verhindern
publiziert: Donnerstag, 19. Mai 2005 / 11:39 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 19. Mai 2005 / 11:57 Uhr

Jerusalem - Die neue Eskalation der Gewalt im Gazastreifen könnte den für August geplanten israelischen Abzug verhindern. Dies sagte der Vize-Verteidigungsminister Seew Boim im israelischen Radio.

Seew Boim will sich den palästinensischen Beschuss nicht gefallen lassen.
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Es ist undenkbar, dass wir Siedlungen unter Feuer räumen, betonte Boim. Militante Palästinenser feuerten am Morgen erneut mehrere Salven von Mörsergranaten auf israelische Siedlungen im südlichen Gazastreifen.

Am Mittwochabend schlugen zwei palästinensische Kassam-Raketen im Süden Israels ein. Sie explodierten in der Nähe einer Militärbasis im westlichen Teil der Negev-Wüste. Laut israelischer Armee gab es dabei weder Verletzte noch sonstige Schäden.

Hamas bekennt sich

Die radikale palästinensische Organisation Hamas hatte sich zu den Mörserangriffen bekannt. Sie reagierte damit auf den Tod eines Mitglieds, der am Dienstagabend im Grenzgebiet zu Ägypten getötet worden war.

Die israelische Armee hatte zuvor erstmals seit dreieinhalb Monaten wieder einen Luftangriff auf palästinensischem Gebiet ausgeführt. Dabei wurde ein 24-jähriger Palästinenser nach Spitalangaben getötet. Hamas bezeichnete den israelischen Angriff als schlimme Eskalation.

Treffen von Scharon mit Sicherheitsberatern

Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon wollte sich am Donnerstagnachmittag mit hochrangigen Sicherheitsberatern treffen, um die Reaktion Israels auf den Granatenbeschuss zu erörtern. Israel befürchtet, militante Palästinenser könnten ihre Angriffe weiter verstärken, um den israelischen Abzug als Niederlage erscheinen zu lassen.

Verteidigungsminister Schaul Mofas hatte die Autonomiebehörde am Mittwochabend gewarnt, Israel werde neue Militäreinsätze unternehmen, sollte die palästinensische Polizei nicht selbst gegen die Extremisten vorgehen. Die UNO äusserte sich besorgt über das Wiederaufflammen der Gewalt.

(fest/sda)

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