Alle Wahl-Resultate auf news.ch
Etablierte Parteien verlieren
publiziert: Sonntag, 23. Okt 2011 / 23:45 Uhr / aktualisiert: Montag, 24. Okt 2011 / 07:34 Uhr
Sitzgewinne für die neuen Parteien im Nationalrat.
Sitzgewinne für die neuen Parteien im Nationalrat.

Bern - Die Grünliberalen und die BDP sind die Gewinnerinnen der Nationalratswahlen. Verloren haben die Grünen und die bürgerlichen Traditionsparteien. Auch die SVP steht erstmals seit vielen Jahren auf der Verliererseite.

47 Meldungen im Zusammenhang
Gemäss der jüngsten SRG-Hochrechnung erreicht die SVP noch einen Wähleranteil von 25,3 Prozent, 3,6 Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Die Volkspartei verliert 8 Sitze und kommt noch auf 54 Mandate.

Vier Sitze hatte sie allerdings bereits 2007 an die BDP verloren, als sich diese von ihr abspaltete. Einen hatte sie im Gegenzug durch einen Überläufer aus den Reihen der CVP hinzugewonnen. Gegenüber dem Ende der Legislatur verlor die SVP damit fünf Sitze.

Trotz der Verluste bleibt die SVP die stärkste Partei im Nationalrat. An zweiter Stelle folgt die SP, die gemäss SRG-Hochrechnung um zwei Sitze auf 45 Mandate zulegen kann. Der Wähleranteil der SP ging allerdings um 1,9 Prozentpunkte auf 17,6 Prozent zurück.

12 Sitze für die Grünliberalen

Die Grünliberalen gewinnen 9 Sitze und kommen neu auf 12 Sitze. Ihren Wähleranteil konnten sie auf 5,2 Prozent steigern. Die BDP kommt neu auf 9 Sitze, bei einem Wähleranteil von ebenfalls 5,2 Prozent. Ende der Legislatur hatte sie fünf Mandate.

Die Gewinne der Grünliberalen und der BDP sind beachtlich: Abgesehen von der SVP, die 1999 15 Sitze ergattert hatte, findet sich seit Einführung des Proporzwahlrechts 1919 keine Partei, die so viele Sitze auf einmal gewinnen konnte.

Die FDP kommt gemäss der Hochrechnung neu auf 30 Sitze, 5 weniger als bisher. Ihr Wähleranteil sinkt von 17,7 auf 14,7 Prozent. Auch die CVP muss Federn lassen. Sie kommt noch auf 28 Sitze, 3 weniger als bisher. Ihr Wähleranteil sinkt auf 13 Prozent.

Grüne brechen ein

Herbe Verluste mussten die Grünen trotz anfänglich vermuteter positiver Effekte der Atomkatastrophe in Japan einstecken. Ihr Wähleranteil sank von 9,6 auf 8 Prozent, was sich im Verlust von fünf Sitzen niederschlägt.

Die Grüne Deputation im Nationalrat umfasst damit voraussichtlich noch 15 Sitze. Unter den abgewählten Grünen sind Marlies Bänziger (ZH), Katharina Prelicz (ZH), Brigit Wyss (SO), Anita Lachenmeier (BS) und der grün-Alternative Jo Lang (ZG).

Bürgerliches Lager gestärkt

Durch die Verluste der Grünen ist das linksgrüne Lager insgesamt schlechter weggekommen als die Bürgerlichen. Die bürgerlichen Bundesratsparteien gehen zwar auch geschwächt in die neue Legislatur. Rechnet man die Grünliberalen zu diesem Lager, resultiert netto aber eine Stärkung der bürgerlichen Ratsmehrheit.

(bert/sda)

Machen Sie auch mit! Diese news.ch - Meldung wurde von 2 Leserinnen und Lesern kommentiert.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Wahlen 2011 Bern - Wählende unter 40 haben ... mehr lesen 1
Wählen an der Urne.
Economiesuisse befürchtet, dass die Befürworter für einen Atomausstieg im Parlament gestärkt wurden.
Wahlen 2011 Bern - Die neuen Mitteparteien müssen sich auch in einigen wirtschaftspolitischen ... mehr lesen 1
Bern - Der neu gewählte Nationalrat ist ... mehr lesen
Im Schnitt sind die Nationalrätinnen und Nationalräte 50,3 Jahre alt.
Philipp Hildebrandt: Bester Wahlhelfer der Grünliberalen und der BDP.
Dschungelbuch Die Wahlen sind vorbei, lediglich für ... mehr lesen 8
Weitere Artikel im Zusammenhang
Bern - GLP und Grüne stellen anteilsmässig am meisten Junge im neu gewählten Nationalrat: Je rund ein Viertel ist unter 40 Jahre alt. Die ganz junge Generation zieht allerdings nicht ins Bundeshaus ein. mehr lesen 
Bern - Die Sitzgewinne von BDP und GLP bei den nationalen Wahlen wird nicht von allen Kommentatoren der Schweizer Zeitungen gleich beurteilt. Die einen versprechen sich davon mehr Dynamik in politischen Prozessen, die anderen attestieren diesen Parteien eher Profillosigkeit. mehr lesen 
Wahlen 2011 Lausanne - Geduldsprobe für die ... mehr lesen
Luc Recordon erreicht rund 39,14% der Wählerstimmen.
Weniger Mais im Bundeshuus?
Bundesratswahlen Bern - Nach dem eidgenössischen Wahlsonntag wollen sich die Kommentatoren der ... mehr lesen 19
Pascale Bruderer: Überraschungserfolg.
Wahlen 2011 Bern - Im Ständerat ist der ... mehr lesen
Wahlen 2011 Bern - Neue Besen kehren gut: Die ... mehr lesen
An der Spitze: Adrian Amstutz.
Wahlen 2011 Sitten - Die CVP büsst im Kanton ... mehr lesen
Verteidigt seinen Sitz: Jean-René Fournier.
Géraldine Savary führt das Rennen an.
Wahlen 2011 Lausanne - Im Kanton Waadt dürfte ... mehr lesen
Bundesratswahlen Bern/Zürich - Die siegreiche «Neue Mitte» erhält die Bundesratswahlen spannend. ... mehr lesen
GLP Präsident Martin Bäumle.
Verena Diener machte das beste Resultat der neun Kandidierenden.
Wahlen 2011 Zürich - BDP und Grünliberale sind ... mehr lesen
Wahlen 2011 Aarau - Im Kanton Aargau sind die ... mehr lesen
Pascale Bruderer: Übersprang das absolute Mehr.
Dschungelbuch news.ch informierte Sie während ... mehr lesen 3
Regula Stämpfli kommentiert für news.ch.
Erfolg: Karin Keller-Sutter.
Wahlen 2011 St. Gallen - Im Kanton St. Gallen ... mehr lesen
Wahlen 2011 Frauenfeld - Die Grünliberalen des ... mehr lesen
Hat's geschafft: Roland Eberle.
Konrad Graber: Bestes Resultat.
Wahlen 2011 Luzern - Im Kanton Luzern haben die ... mehr lesen
Wahlen 2011 Genf - In Genf sind Liliane Maury ... mehr lesen
Liliane Maury-Pasquier: In Führung.
Jean-Paul Gschwind hat den Sitz zurückerobert.
Wahlen 2011 Delsberg - Dominique Baettig (SVP) ... mehr lesen
Bern - Die Nicht-Wiederwahl des grünen Nationalrats Jo Lang ist für den ... mehr lesen
Grünen-Präsident Ueli Leuenberger kritisierte die «heftige» Kampagne gegen Lang.
Überraschungserfolg: Claude Janiak.
Wahlen 2011 Liestal - Im Kanton Baselland bleibt ... mehr lesen 1
Wahlen 2011 Schaffhausen - Der bisherige Schaffhauser SVP-Ständerat Hannes Germann ist am ... mehr lesen
Hannes Germann: Klar wieder gewählt.
Wahlen 2011 Glarus - Im Kanton Glarus sind alle drei Bundesparlamentarier ... mehr lesen
Erwartungsgemäss bestätigt: This Jenny.
Wahlen 2011 Stans - Der einzige Nationalratssitz ... mehr lesen
Wahlsieg für die SVP Nidwalden: Peter Keller bei einer Älplerchilbi in Stans.
Unter der Rufnummer 0800 2011 00 bietet eine politisch neutrale Hotline Hilfe zu den Wahlen an.
Wahlen 2011 Bern - Die eidgenössischen ... mehr lesen
Wahlen 2011 Bern - Elf Experten der Organisation ... mehr lesen
Die elektronische Abstimmung wird beobachtet.
Über 3400 Politiker würden gerne in den Nationalratssaal einziehen.
Wahlen 2011 Bern - In den 20 Schweizer Kantonen ... mehr lesen
Oh je
Ein kapitaler Hirsch.
"SP Levrat zeigte klar, dass er nicht wirklich begeistert ist vom Gedanken, einen zusätzlichen SP Vertreter in den Bundesrat zu wählen. Eveline Widmer Schlumpf ist für ihn ein Ausweg aus diesem Dilema."

Soll heissen
"SP Levrat zeigte klar, dass er nicht wirklich begeistert ist vom Gedanken, einen zusätzlichen SVP Vertreter in den Bundesrat zu wählen. Eveline Widmer Schlumpf ist für ihn ein Ausweg aus diesem Dilema."
Ein spannender Wahltag
Die allerspannendste Frage harrt noch ihrer Antwort.
Wird die Schweiz zur Konkordanz zurückfinden? Denn nur um das ging es für mich.

Ich hab mir die Fragerunde mit den Parteipräsidenten der grossen Parteien FDP,CVP,SVP und SP angesehen.

Ein klares Bekenntnis zur Konkordanz kam nur von Toni Brunner - SVP. Klar. Die SVP ist ja auch untervertreten. Ein Bringschuld der anderen Grossparteien ist offen.

SP Levrat zeigte klar, dass er nicht wirklich begeistert ist vom Gedanken, einen zusätzlichen SP Vertreter in den Bundesrat zu wählen. Eveline Widmer Schlumpf ist für ihn ein Ausweg aus diesem Dilema.

Darbellay hat was von Parlament, dass das zu entscheiden habe, gefaselt. Er kann den Walliser Dickkopf nicht ablegen. Blocher muss ihm mal gehörig an den Karren gefahren sein. Das ist keine Politik mehr, was der CVP Chef betreibt, sondern eine persönliche Abrechnung. Damit ist er in meinen Augen nicht mehr politikfähig.
Die CVP täte sich einen Gefallen, ihn zu ersetzen. Auch, um innenpolitisch unproduktiven Sand aus dem Getriebe der Schweiz zu waschen.

Pelli von der FDP wiederum druckste rum und sagte was von "wenn die anderen Parteien mitmachen".
Ein klares Kommitment zur Konkordanz sieht anders aus. Da half es auch nicht, dass Toni Brunner ihn offen und gutherzig anstrahlte, um ihm zu versichern, das man gut Freund sei.

Die Situation mit der Konkordanz, ist vergleichbar mit dem Parteiprogramm der SP, das die Juso geprägt hat.
Man will den Kapitalismus abschaffen, hat aber noch keine Ahnung, durch was man ihn ersetzen könnte.
Sowenig, wie die Frage geklärt ist, was nach der Konkordanz kommt.

Bisher sind wir damit eigentlich gut gefahren. Ausnahmen gab es immer dann, wenn die CVP und die SP zusammenspannte und die FDP weich wurde.
Dann war das Desaster jeweils vorprogrammiert.
Weil die SP in einem kapitalistischen Staat keine Regierungsverantwortung tragen kann. Nicht mal in einem Staat der sozialen Marktwirtschaft, wie der Schweiz.
Nicht mit diesem Parteiprogramm und dieser Frau-/ und Mannschaft. Die SP in einer Landesregierung ohne Korrektiv ist gemeingefährlich.

Ach ja. Eveline Wimer Schlumpf muss abtreten, wenn ihr das Wohl der Schweiz am Herzen liegt.

Tut sie das nicht, sollte allen klar sein, dass sie ihre Karriere über alles andere stellt.
Sie würde damit klar zeigen, dass sie keine Vertreterin der Bürger ist, sondern eine knallharte Vertreterin ihrer eigenen Partikularinteressen.
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich -1°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel 1°C 6°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
St. Gallen 1°C 3°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Bern -2°C 4°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Luzern 2°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Genf 2°C 6°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
Lugano 5°C 7°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wolkig, aber kaum Regen bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten