Hohe Inflation und EU-Staatsverschuldungen
Euro-Krise bereitet jedem zweiten Deutschen Angst
publiziert: Donnerstag, 20. Jan 2011 / 08:42 Uhr
Euro-Krise sorgt für Angst um den Job.
Euro-Krise sorgt für Angst um den Job.

Die Euro-Krise macht vielen Deutschen zu schaffen. Einer heute, Mittwoch, veröffentlichten Forsa-Umfrage zufolge sieht mit 45 Prozent knapp die Hälfte der Bundesbürger die Stabilität der Gemeinschaftswährung als gefährdet. Es folgen Sorgen über einen erneuten Einbruch der Konjunktur (40 Prozent), über finanzielle Verluste (bei 33 Prozent) und Ängste in Bezug auf die persönliche Arbeitsplatzsituation (31 Prozent).

7 Meldungen im Zusammenhang
«Die Ängste lassen sich nachvollziehen, denn längst nicht nur die enorme Staatsverschuldung Griechenlands, sondern auch die Deutschlands drückt auf die Stimmung», sagt Martin Hüfner, Berater der Direkt Anlage Service AG, im pressetext-Gespräch. «Hinzu kommen teurere Energie- und Spritpreise. Dadurch wird Inflationsangst zusätzlich geschürt», erklärt der Fachmann. Eine Rückkehr zur D-Markt hält Hüfner für «ökonomischen Unsinn».

Den Befürchtungen der deutschen Bevölkerung scheint sich die Bundesregierung bewusst zu sein. Denn laut einem Bericht der Zeit vom Mittwoch erwägt Deutschland eine Umschuldung Griechenlands. Dem Land soll demzufolge die Option gegeben werden, eigene Staatsanleihen mit Geld aus dem Euro-Stabilitätsfonds EFSF zu günstigen Konditionen zurückzukaufen. Im Gegenzug will die Berliner Regierung aber neue Zusagen für eine stabilitätsorientierte Politik.

Deutschland gegen Nord- und Süd-Euro

Dass Kanzlerin Angela Merkel die Stabilität des Euro am Herzen liegt, zeigt sich auch darin, dass die Bundesrepublik die Anhebung der Ausleihesumme des EFSF nicht mehr kategorisch ablehnt. Nähere Details sowie erwartete Entscheidungen darüber werden jedoch erst im Zuge des EU-Gipfels am 24. und 25. März getroffen. Unterdessen hat die Ratingagentur Standard & Poor's dem EFSF-Anleiheprogramm über 27 Mrd. Euro die Bonitätsnote «AAA» gegeben.

Die viel diskutierte Aufspaltung der Eurozone in einen Nord- und einen Südteil hatte Merkel immer wieder kategorisch ausgeschlossen. «Die Einführung eines Nord- und Südeuros würde rund zwei Jahre zur Umsetzung benötigen und wäre mit erheblichen Kosten verbunden», weiss Hüfner auf Anfrage von pressetext. Zudem entstünde ein Chaos für die Exportwirtschaft. Einer Vorabmeldung des Stern nach will Merkel die Zusammenarbeit der 17 Euroländer in den Bereichen Steuer- und Sozialpolitik, im Arbeitsrecht und im öffentlichen Dienst stärken.

(dyn/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Der Euro macht dem Europaraum Sorgen.
Luxemburg - Die Inflation im ... mehr lesen
Davos - Angeführt vom französischen ... mehr lesen 3
«Nie, nie werden wir den Euro fallen lassen, nie!» - Sarkozy am WEF.
Der deutsche Markt beginnt sich zu erholen.
Der deutsche Immobilienmarkt rappelt sich langsam wieder auf. Denn aktuellen Prognosen der beiden Beratungsgesellschaften Ernst & Young sowie KPMG nach winken der Branche 2011 Geschäfte mit ... mehr lesen
Brüssel - Zwar haben sich mehrere Euro-Wackelkandidaten in der ... mehr lesen
Die EZB soll entlastet werden.
Weitere Artikel im Zusammenhang
EZB-Chef Trichet forderte eine schnelle Ausweitung des Euro-Rettungsschirms.
Berlin - Der Präsident der ... mehr lesen
Wiesbaden - Deutschland hat sich im Rekordtempo aus der Krise ... mehr lesen
Unter anderem liessen höhere Exporte das BIP um 3,6 Prozent steigen.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. (Archivbild)
Gezi Park Proteste in Istanbul in 2013. ...
«Überall ist Taksim, überall ist Widerstand»  Istanbul - Zum dritten Jahrestag des Beginns der Gezi-Proteste haben in Istanbul Hunderte Menschen gegen die islamisch-konservative Staatsführung der Türkei demonstriert. mehr lesen 1
Keine unabhängigen Informationen  Beirut - Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ihre Offensive im Norden Syriens am Dienstag fortgesetzt. Versuche von oppositionellen syrischen Kräften, die am Freitag begonnene Offensive zurückzuschlagen, seien gescheitert. mehr lesen   1
Erster Weltkrieg  Hamburg - Zum 100. Jahrestag der Skagerrak-Schlacht haben ... mehr lesen  
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck nahm an der Gedenkfeier teil.
Die Schweizer Botschaft in Berlin mit Tunnel-Schriftzug.
Gotthard 2016  Berlin - «Tunnel» - mit sechs Riesenbuchstaben feiert die Schweizer Botschaft in Berlin die ... mehr lesen  1
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 2°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
Basel 3°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 1°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregen
Bern 2°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
Luzern 4°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
Genf 3°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 4°C 9°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten