Euro-Länder fordern von Spanien weitere Einsparungen
publiziert: Dienstag, 13. Mrz 2012 / 15:36 Uhr
Spanien muss weiter an Sparschraube drehen.
Spanien muss weiter an Sparschraube drehen.

Brüssel - Die Euro-Länder fordern von Spanien weitere Einsparungen, um das in diesem Jahr erwartete Haushaltsdefizit zu verringern. Spanien müsse sein Defizit auf 5,3 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) drücken, heisst es in einer Erklärung der Euro-Finanzminister.

7 Meldungen im Zusammenhang
Dafür seien über die bereits angekündigten Einsparungen hinaus weitere Anstrengungen nötig in Höhe von 0,5 Prozent der spanischen Wirtschaftskraft, sagte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker nach der Sitzung am Montagabend Brüssel.

Bislang erwartet die Regierung in Madrid für dieses Jahr ein Defizit von 5,8 Prozent - anstatt der ursprünglich mit der EU vereinbarten 4,4 Prozent. Im vergangenen Jahr betrug das Haushaltdefizit bereits rund 8,5 Prozent der Wirtschaftskraft.

Die Haushaltsziele seien im vergangenen Jahr «deutlich überschritten worden», was «grössere Konsolidierungsanstrengungen 2012 nötig macht», sagte Juncker.

Spanien gilt als Wackelkandidat in der Schuldenkrise. In diesem Jahr wird ein Schrumpfen der Wirtschaftskraft erwartet, fast jeder vierte Spanier ist arbeitslos. Die schlechte Wirtschaftslage wirkt sich auch auf die Steuereinnahmen und somit den Staatshaushalt aus.

Mehr Spielraum eingeräumt

Angesichts der schlechten Wirtschaftslage wird der spanischen Regierung nun mehr Spielraum beim Defizitabbau eingeräumt. Statt den ursprünglich vereinbarten 4,4 Prozent muss sie nun nur noch die Zielmarke von 5,3 Prozent erreichen.

Die Euro-Länder drängen jedoch darauf, dass Spanien kommendes Jahr wieder die EU-Defizitgrenze von 3,0 Prozent einhält. «Wichtig ist das Ziel, dass im Jahr 2013 die drei Prozent erreicht werden», sagte Juncker.

In der Erklärung der Eurogruppe hiess es, die Finanzminister begrüssten die Verpflichtung der spanischen Regierung, die Zielmarke 2013 für die Korrektur des übermässigen Defizits einzuhalten.

Dies schaffe Vertrauen in die spanische Wirtschaft sowie in die Eurozone, fügte EU-Währungskommissar Olli Rehn hinzu. Rehn und Juncker bezeichneten den Beschluss zu dem spanischen Defizit als «wichtige Entscheidung».

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
München - Der Vorsitzende der Euro-Gruppe, der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker, hat eindringlich vor einem Zerfall der gemeinsamen Währungszone ... mehr lesen 1
Jean-Claude Juncker hat vor einem Zerfall der Eurozone gewarnt.
Proteste gegen das neue Sparpaket, welches besonders bei Bildung und Gesundheit Kürzungen vorsieht.
Madrid - Zehntausende Spanier haben am Sonntag gegen die Kürzungen der konservativen Regierung demonstriert. Unter dem ... mehr lesen
Madrid - Spaniens Regierung will 24 Staatsunternehmen schliessen. Dies solle helfen, das hohe Staatsdefizit zu senken, ... mehr lesen
Spanien hat sich gegenüber der EU-Kommission verpflichtet, sein Haushaltsdefizit in diesem Jahr auf 5,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken.
Brüssel - Die Eurogruppe hat am Mittwoch das zweite Griechenland-Rettungspaket in Höhe von 130 Mrd. Euro formell beschlossen. ... mehr lesen
Der Eurogruppenchef gab das grüne Licht dafür.
Weitere Artikel im Zusammenhang
José Manuel Barroso im Gespräch mit Guy Verhofstadt.
Brüssel - In Zeiten von Euro- und Schuldenkrise ist in der EU sparen angesagt. Zur ... mehr lesen 1
Madrid/Rom - Das Loch im spanischen Staatshaushalt ist anscheinend erheblich grösser als erwartet. Ministerpräsident ... mehr lesen
Mariano Rajoy kündigte ein härteres Sparprogramm an.
Die Regierung von Staatschef François Hollande will ihre Defizitziele erreichen.(Archivbild)
Die Regierung von Staatschef François Hollande will ihre Defizitziele ...
50 Milliarden Euro  Paris - Die französische Regierung hat am Mittwoch ihren umstrittenen Sparplan im Umfang von 50 Milliarden Euro (ca. 60 Mrd. Franken) auf den Weg gebracht. Zugleich hob sie ihre Defizitprognosen für dieses und kommendes Jahr an. 
Überraschende Einigung  Donezk - Nach der Einigung auf einen Friedensplan für die Ukraine stösst die Umsetzung auf massive ...   3
In der krisengeschüttelten Ostukraine tut sich etwas.
Didier Burkhalter. (Archivbild)
Burkhalter besorgt über Spannungen in der Ukraine Bern - Der OSZE-Vorsitzende Didier Burkhalter hat die ukrainischen Behörden aufgefordert, ihre Bemühungen zur Umsetzung ...
Erste Entwaffnungen von Uniformierten Kiew - Die ukrainischen Behörden haben erstmals nach den Anti-Krisen-Beschlüssen von Genf eine Entwaffnung ...
Das Innenministerium rief am Sonntag angesichts des Osterfestes die Menschen in der Ost- und in der Westukraine zu Versöhnung und Einheit auf. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 8°C 14°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 6°C 14°C leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen leicht bewölkt, Regen
St.Gallen 9°C 18°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Bern 9°C 20°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 8°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 9°C 20°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Lugano 10°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten