Euro-Rettung: EU-Kommission hält zu Schweiz
publiziert: Montag, 17. Mai 2010 / 15:25 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 18. Mai 2010 / 19:36 Uhr

Brüssel - Die EU-Kommission unterstützt Österreichs Forderungen an die Schweiz im Bezug auf das Euro-Rettungspaket nicht. Die Diskussion betreffe die Eurozone und nicht Drittstaaten, sagte der Sprecher von Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn.

Calmy-Rey beschied Österreich wenig Wissen über die Rolle der Schweiz.
Calmy-Rey beschied Österreich wenig Wissen über die Rolle der Schweiz.
4 Meldungen im Zusammenhang
In den Hilfsmechanismus, um den Euro zu stabilisieren, seien die Euroländer eingebunden. «Die Schweiz ist über den Internationalen Währungsfonds IWF involviert», sagte Amadeu Altafaj Tardio gegenüber den Medien in Brüssel. Weiter kommentierte er entsprechende Forderungen aus Österreich nicht.

Am letzten Donnerstag hatte SPÖ-Fraktionschef Josef Cap der Schweiz vorgeworfen, diese beteilige sich nicht am Euro-Rettungsschirm. «Diese Schweizer Trittbrettfahrer regen mich auf», liess sich Cap in der österreichischen Tageszeitung «Kurier» zitieren.

Auch Grossbritannien in der Kritik

Sekundiert wurde er von Bundeskanzler Werner Faymann. Dieser erklärte in einem Radiointerview mit Ö1, die Schweiz sei als Nicht-EU-Mitglied mit vielen Verträgen mit der EU «manches Mal in der Rosinenpick-Situation». Sie versuche, sich das Gute herauszuholen.

Bundesrätin Micheline Calmy-Rey bezeichnete die Vorwürfe in einem Interview mit der «NZZ am Sonntag» als falsch. Sie zeugten von wenig Wissen «über die Rolle unseres Landes in der internationalen Gemeinschaft».

Nebst der Schweiz steht auch das EU-Land Grossbritannien in der Kritik, sich nicht am 750-Milliarden-Euro-Rettungsmechanismus zu beteiligen. Auf britischer Seite wird - ähnlich wie in der Schweiz - die Beteiligung Grossbritanniens am IWF-Beitrag für den Rettungsmechanismus hervor gehoben. Zudem verweisen EU-Diplomaten darauf, dass London auch via EU-Kommissionsbeitrag zahle.

(fkl/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Brüssel - «Rosinenpickerin» oder ... mehr lesen 1
Eine aktive Informationspolitik ist in Brüssel gemäss Lars Knuchel üblich. (Symbolbild)
Doris Leuthard bekam endlich mal wieder Lob aus den Nachbarländern (Archivbild)
Berlin - Deutschland und Österreich ... mehr lesen
Brüssel - Die Euroländer haben erste ... mehr lesen 1
Der EU-Währungskommissar Olli Rehn kündigt die Überweisung nach Athen an.
«Diese Vorwürfe sind falsch und zeugen von wenig «Wissen»», sagte Michelin Calmy-Rey. (Archivbild)
Bern - Zwischen der Schweiz und ... mehr lesen 2
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in der EU.
Noch 51 Prozent befürworten einen Verbleib in ...
Befürworter holen auf  London - Die Gegner eines Verbleibs Grossbritanniens in der EU holen einer neue Umfrage zufolge auf. In einer am Montag vorab verbreiteten Erhebung für den «Daily Telegraph» behaupten die Befürworter eines Verbleibs in der EU mit 51 gegen 46 Prozent zwar eine Mehrheit. mehr lesen 
Deutschland - Die Linke  Magdeburg - Ein unbekannter Mann hat die Linken-Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht auf dem Parteitag in Magdeburg mit einer Schokoladentorte beworfen. Zu der Aktion bekannte sich ... mehr lesen
Riexingers Rede wie auch der Parteitag wurden nach kurzer Unterbrechung fortgesetzt.
G7-Gipfel in Japan  Ise-Shima - Die G7-Staaten haben die ... mehr lesen   1
Keine Zusagen in Flüchtlingskrise  Ise-Shima - Kompromiss in Wirtschaftsfragen, Enttäuschung in der Flüchtlingskrise und Streit mit China. Der erste Tag des G7-Gipfels in Japan brachte ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Fr Sa
Zürich 8°C 21°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Basel 9°C 22°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig vereinzelte Gewitter
St. Gallen 8°C 18°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Bern 6°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Luzern 9°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Genf 8°C 21°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig gewitterhaft
Lugano 12°C 23°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig gewitterhaft gewitterhaft
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten