«Nicht der richtige Weg»
Eurobonds sind für Merkel weiterhin kein Thema
publiziert: Montag, 15. Aug 2011 / 14:16 Uhr
Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt Eurobonds nach wie vor ab.
Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt Eurobonds nach wie vor ab.

Berlin/Paris - Gemeinsame Staatsanleihen aller Euro-Länder, so genannte Eurobonds, sind für die deutsche Kanzlerin Angela Merkel nach wie vor kein Thema.

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Die Bundesregierung habe solche Eurobonds in der Vergangenheit nicht für sinnvoll gehalten, und sie halte sie auch jetzt nicht für das geeignete Instrument, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. «Wir halten sie nicht für den richtigen Weg».

Eurobonds spielten daher auch beim Treffen von Kanzlerin Merkel mit dem französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy zur Euro-Stabilisierung am Dienstag in Paris keine Rolle. Auch das französische Präsidialamt teilte mit, die Einführung gemeinsamer europäischer Staatsanleihen werde kein Thema sein.

Bei dem Treffen gehe es vielmehr darum, wie die Arbeitsmethoden und das Krisenmanagement in der Eurozone verbessert werden könnten, erklärte Seibert. Dazu würden Deutschland und Frankreich dem EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy konkrete Vorschläge machen.

Dies sei am Rande des Euro-Sondergipfels am 21. Juli vereinbart worden. «Deutschland und Frankreich werden beraten, was auf dem Boden der geltenden Verträge machbar ist.» Es sei von dem Treffen kein «Paukenschlag» zu erwarten.

Mit Blick auf die Eurobonds-Debatte bekräftigte Seibert, natürlich wären geringere Zinsunterschiede bei Staatsanleihen von Euro-Ländern wünschenswert. Der einzig richtige Weg dorthin seien aber Konsolidierungs- und Reformmassnahmen.

Der Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble, Martin Kotthaus, stellte klar, die Euro-Staaten hätten nach wie vor eine eigene Finanzpolitik. Unterschiedliche Zinssätze seien ein Belohnungs- beziehungsweise oder Sanktionsinstrument.

(nat/sda)

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Weist Kritik zurück: Bundeskanzlerin Merkel.
Ja Heiderdaus
Also eigentlich zähle ich nur 1 + 1 zusammen.

Mit einem Hardliner Republikaner Präsident von Januar 2013 für mindestens 4 Jahre, einer Transferunion, Eurobonds und Staaten die dann wieder feucht fröhlich jahrelang Schulden machen können plus Banken die in Refinanzierungsprobleme schlittern, werden wir alle (inkl. Insel Schweiz) untergehen, darauf können Sie wetten.

Es seie denn, die neo-liberalen Schwachsinnigen Europas werden en gros abgewählt und durch Mitte Parteien ersetzt. Dann sind vielleicht Finanzmarktreformen in Zusammenarbeit mit Linken Parteien und Ausgeglichene Staatshaushalte (mit Verfassungsartikel) mit Hilfe der Rechtsbürgerlichen Parteien möglich.

Und dann sind die Weichen für eine Gesellschaft im Wohlstand möglich. Wo das erarbeitete Volksvermögen wieder gleichmässig verteilt ist.

Leider glaube ich aber nicht an dieses einzig logische Szenario.

Eher werden Rechtspopulisten Europa erobern und wir werden irgendwann wieder Krieg haben oder die neo-liberalen Irrsinnigen können ihre Macht halten. Denn es ist fraglich ob die schier unendliche Macht die diese jetzt schon haben überhaupt noch gekappt werden kann. Und dann wird Europa in Anarchie versinken, wenn der wütende Mob genug geschröpft wurde und sich auflehnt.
Ja Sapperlot
Jason
Da hatten Sie ja mal richtig Glück mit Ihrer Lekture. Handelsblatt?
Was Sie gelesen haben, ist wohl wahr. WIr sollten uns langsam aber sicher auf die Nach - Euro Zeit vorbereiten.
Ich bin noch nicht soweit, dass ich wieder Notvorräte einlagere, aber es fehlt nicht mehr viel.
Wer kann, sollte Acker- und Weideland kaufen. Wald ist auch OK.
Die üblichen Verneinungen
Euro-Bonds sind so sicher wie das Amen in der Kirche.

Die Transferunion ist Tatsache. Ein Europäisches Finanzministerium wird kommen.

Die EZB hat mit dem Aufkaufen von Staatsanleihen von Spanien und Italien den Untergang der EURO Zone perfekt gemacht.

Nun weiss Berlusconi, dass die EZB Italien nie wird sinken lassen, ergo muss man halt doch nicht so streng sparen, gell.
Eine schlechte Lektion für all die Schuldenstaaten.

Erinnert mich an die Bankenrettung mit anschliessender Belohnung der Schuldigen mit Milliardenboni.

Was die mächtigen Herren und Damen vergessen (verdrängen), ist dass wenn die Banken UND Staaten untergehen, das Volk diese NICHT retten wird.
Dann wird es denn längst fälligen, dann umso schmerzhafteren Systemwechsel geben, der dann wieder mehr das Wohl des normalen Bürgers begünstigen wird und nicht nur eine elitäre Superreiche Klientel.
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