Europa steht still und trauert
publiziert: Donnerstag, 14. Jul 2005 / 13:35 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 14. Jul 2005 / 22:57 Uhr

London - Europa hat der Opfer der Terroranschläge von London gedacht. Eine Woche nach den Attentaten legten die 25 Staaten der EU um 13.00 Uhr MESZ zwei Schweigeminuten ein.

Überall legten Trauernde Blumen nieder und gedachten der Opfer.
Überall legten Trauernde Blumen nieder und gedachten der Opfer.
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Eine Woche nach den Anschlägen standen in vielen Orten Busse, Taxis und Züge still. Auf den Strassen blieben die Leute stehen.

In London verliessen die Menschen ihre Büros und traten für die Schweigeminuten um 12.00 Uhr Lokalzeit (13.00 Uhr MESZ) auf die Strasse. Sowohl Königin Elizabeth II. als auch der britische Premier Tony Blair stellten ihre Tätigkeit für zwei Minuten ein.

Die Arbeit ruhte

In Madrid, das im März 2004 Ziel von Terroranschlägen war, ruhte zur selben Zeit für zwei Minuten die Arbeit am Regierungssitz und im Parlament. Auch in Deutschland, Polen und Österreich standen die Busse still. Zahlreiche Fernsehsender unterbrachen ihr Programm.

In Frankreich hielt das öffentliche Leben zwei Minuten lang an. Im Pariser Elysée-Palast bat Staatschef Jacques Chirac die Gäste seines traditionellen Gartenfestes zum Nationalfeiertag am 14. Juli um zwei Minuten Stille.

Schweizer Fahne auf Halbmast

Papst Benedikt XVI. hielt in seinem Urlaubsort um 12.00 Uhr zwei Schweigeminuten und betete nach Angaben seines Sprechers für die Opfer des Terrorismus. Italien hielt als einziges EU-Land die Schweigeminuten bereits um 12.00 Uhr MESZ ab.

Auch in der Schweiz wurde der Terroropfer um 12.00 Uhr Mittag gedacht. Bundespräsident Samuel Schmid hatte die Bevölkerung aufgerufen, bereits am Mittag im Gedenken an die blutigen Anschläge innezuhalten. Laut Bundeskanzlei wurde diese Uhrzeit bewusst gewählt. Die Mittagszeit habe mehr Symbolkraft als ein Uhr, hiess es.

Die Schweizer Fahne auf der Bundeshauskuppel wurde auf Halbmast gesetzt. Ebenso die nahm die Grenzwache Basel an ihren Grenzübergängen die Fahnen auf Trauerhöhe zurück.

(rp/sda)

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