Europäer des Jahres 2005
publiziert: Montag, 9. Mai 2005 / 20:39 Uhr / aktualisiert: Montag, 9. Mai 2005 / 21:12 Uhr

Zürich - Die Politiker Kathrin Hilber, Georg Hess, Markus Notter und Hans Martin Tschudi sind Europäer des Jahres 2005. Die Neue Europäische Bewegung Schweiz (NEBS) würdigt damit deren Bericht Europa als Herausforderung für den Föderalismus.

Kathrin Hilber: "Europa als Herausforderung für den Föderalismus."
Kathrin Hilber: "Europa als Herausforderung für den Föderalismus."
Die NEBS zeichnete am Abend in Zürich gemäss Communiqué vier Politiker aus, die 2004 einen signifikanten Beitrag für die Europadebatte leisteten: Die St. Galler Regierungsrätin Kathrin Hilber (SP), ihre Amtskollegen Markus Notter (SP, Zürich) und Georg Hess (CVP, Schwyz) sowie der Basler alt Regierungsrat Hans Martin Tschudi (DSP).

Sie legten im März 2004 als Vertreter der Arbeitsgruppe Europa- Reformen-Kantone (EuRefKa) der Konferenz der Kantonsregierungen den Bericht Europa als Herausforderung für den Föderalismus - Skizze einer europäischen Strategie der Kantone vor.

Darin heisst es, dass der bilaterale Weg derzeit die einzig praktikable und der EU-Beitritt langfristig die einzig realistische Option ist.

Wichtig sei aber nicht das Resultat des Berichts, sondern der Umstand, dass die Kantone sich eingehend und offen mit der Frage der europäischen Integration auseinandergesetzt hätten, erklärte Thomas Cottier, Präsident der Jury und Direktor des Instituts für Europa und Wirtschaftsvölkerrecht der Universität Bern, an der Preisverleihung.

Honoriert würden eine Politikerin und drei Politiker, die sich der Realität nicht verweigern, sondern offen über europapolitische Optionen diskutieren.

Die Kantone hätten ihre Aufgaben gemacht und den Ball dem Bundesrat sowie anderen Organisationen wie den Parteien zugespielt, sagte Cottier weiter.

(kst/sda)

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