Europas Satelliten-System Galileo nimmt entscheidende Hürde
publiziert: Samstag, 14. Dez 2002 / 19:28 Uhr

Paris - Das europäische Satelliten-Navigationssystem Galileo hat eine entscheidende Hürde genommen. Nach monatelangem Gezerre wurde unter den Mitgliedern eine grundsätzliche Einigung über die Anteile der einzelnen Länder erzielt.

Kommunikationssatellit Galileo
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Bis zum 22. Dezember soll die offizielle Zustimmung der Länder vorliegen. Dies sagte Antonio Rodotà, der Generaldirektor der Europäischen Weltraumbehörde, in Paris. Die Kosten des Galileo-Projekts werden mit rund 3,5 Milliarden Euro veranschlagt.

Mit Galileo wollen die Europäer ein Gegengewicht zum dominierenden US-Navigationssystem GPS schaffen. Strittig war jedoch die Aufteilung der Arbeiten und damit der Kosten angesichts der knappen Kassen.

Zuletzt wollten Italien und Deutschland in der ESA die Führungsrolle bei Galileo übernehmen. Die grössten Anteile an dem Projekt sollen sich der ESA zufolge mit jeweils 17,5 Prozent gleichmässig auf Deutschland, Italien, Frankreich und Grossbritannien verteilen.

Jeweils ein Land soll nach neuesten Angaben die schwerpunktmässige Zuständigkeit, wie beispielsweise für den Bereich der Satelliten oder der Bodenstationen, übernehmen.

Mit Galileo könnten Autos, Flugzeuge und Schiffe zielgenau geortet werden. Das System kann auch im Umweltbereich, in der Landwirtschaft ober bei Such- und Rettungsdiensten eingesetzt werden.

Die ersten Galileo-Satelliten sollen 2004 starten. Voll funktionsfähig soll das Netz aus insgesamt 30 Satelliten 2008 sein. Die Hälfte der Anschubfinanzierung von 1,1 Milliarden Euro für die Jahre 2002 bis 2005 will die EU tragen, die andere Hälfte soll die ESA übernehmen. Als Mitglied der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA beteiligt sich auch die Schweiz am Galileo-Projekt.

(fest/sda)

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