Freestyle-Reformpläne
Evelyne Leu als Artistin im alpinen Ski-Weltcup?
publiziert: Dienstag, 19. Feb 2002 / 09:32 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Feb 2002 / 14:53 Uhr

Salt Lake City - Evelyne Leu bot beim Olympia-Final der Ski-Akrobatinnen in Deer Valley eine grossartige Show, stürzte zweimal, hatte den Applaus der 15'000 Fans aber auf ihrer Seite. Nun sind offenbar Bestrebungen im Gange, die hochbegabte Baselbieterin ihre Salti auch wieder vor Schweizer Publikum drehen zu lassen.

Evelyne Leu.
Evelyne Leu.
In Salt Lake City waren die Tickets für die Buckelpisten- und Sprung-Wettkämpfe innerhalb weniger Tage verkauft worden. Die Nordamerikaner pflegen zur wohl spektakulärsten Ski-Disziplin eine besondere Affinität. Wesentlich schlechter ist es um die Vermarktung der Freestyler in Europa bestellt. Europäische Stationen wandten sich vom arg geschrumpften Weltcup-Kalender schnöde ab.

Konzept auf Mudrys Tisch

Der Schweizer Head-Coach Michel Roth, einer der führenden Köpfe im Skiakrobatik-Zirkus und Mitbegründer der Wasserschanze im Springer-Mekka Mettmenstetten, will das stille Verschwinden seiner Sportart mit allen Mitteln verhindern. Dem Pionier schwebt vor, die Ski-Akrobatik einst in den alpinen Ski-Weltcup einfliessen zu lassen: «Wir könnten quasi im Rahmenprogramm eines Rennens in Adelboden oder Wengen auftreten.»

Seit einiger Zeit steht Roth in engem Kontakt mit Jean-Daniel Mudry. Dem Direktor von Swiss-Ski liegt gemäss Roth ein ausgearbeitetes Konzept vor, das die schrittweise Annäherung der Ski-Akrobaten ins Zielgelände der Rennveranstaltungen vorsieht. Bis im Frühling müssten die Würfel fallen, ansonsten sei das Projekt zum Scheitern verurteilt, so Roth.

Sollte sich der geplante Modus auf Europacup-Ebene bewähren, wäre die Durchführung von Weltcup-Events wünschenswert. Roths «politischer» Vorstoss ist angesichts der zumindest auf dem alten Kontinent trostlosen Situation der Springer nachzuvollziehen. «Ich persönlich probiere lieber einmal etwas und falle halt einmal auf die Nase, als einfach still zu sitzen und nichts zu riskieren.»

Freestyler vor einem Grounding?

Bevor sich Roth ein weiteres Mal mit den Verbandsspitzen unterhalten wird, muss der bald 39-jährige Profi-Trainer aber ein noch dringlicheres Problem lösen. Das im Vergleich zu den führenden Ski-Akrobatik-Nationen Australien, Kanada und USA minimal gehaltene Budget von 400'000 Franken ist in Kürze überschritten. «Für den Rest der Saison stehen mir noch rund 30 000 Franken zu. Das reicht wohl kaum mehr, um an die verbleibenden Europacups zu reisen», klagte Roth.

Geht den Freestylern nach den Olympischen Spielen das Geld tatsächlich aus, droht dem Verband nach Evelyne Leus spektakulären Abstürzen im Olympia-Final nun noch ein viel schmerzhafteres Grounding.

(Sven Schoch, Salt Lake City /sda)

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