Libor-Skandal
Ex-Banker muss über eine Million Franken zahlen
publiziert: Mittwoch, 23. Mrz 2016 / 18:06 Uhr
Tom Hayes hatte als Händler für die Schweizer Grossbank UBS gearbeitet.
Tom Hayes hatte als Händler für die Schweizer Grossbank UBS gearbeitet.

London - Der im Skandal um die Manipulation des internationalen Referenzzinssatzes Libor verurteilte Ex-Banker Tom Hayes soll eine Strafe von umgerechnet über einer Million Franken zahlen. Seine Haftstrafe wurde im Berufungsverfahren von 14 auf elf Jahre verringert.

1 Meldung im Zusammenhang
Ein Gericht in London legte am Mittwoch fest, Hayes müsse 878'806 Pfund (1,22 Millionen Franken) zahlen; die Gerichtskosten kämen später hinzu. Der Ex-Banker war im Sommer schuldig gesprochen worden.

Laut Urteil war Hayes der Kopf einer Gruppe von mehreren Händlern, die über Jahre hinweg den Libor manipulierten und sich daran bereicherten. Er hatte als Händler für die Schweizer Grossbank UBS und die US-Bank Citigroup gearbeitet.

Der Libor ist der Zinssatz, zu dem sich Banken am Finanzplatz London untereinander Geld leihen. Er wird täglich von Banken festgelegt, von ihrer Höhe sind etwa Haus- und Konsumkredite sowie andere Finanzprodukte abhängig.

Zum Hausverkauf gezwungen

Die hohe Geldstrafe trifft keinen armen Mann. Um sie bezahlen zu können, muss er aber voraussichtlich sein Haus im Wert von 1,7 Millionen Pfund in Surrey in der Nähe von London verkaufen.

Hayes hatte im Jahr 2006 bei der UBS in Tokio angefangen und bekam zeitweise ein Gehalt von 1,3 Millionen Pfund brutto im Jahr. Bei der Citigroup in Tokio bekam er zuletzt 3,5 Millionen Pfund für neun Monate Arbeit. Er wurde im Dezember 2012 festgenommen.

(arc/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
London - Im Prozess um manipulierte Zinsen hat ein Londoner Geschworenengericht den früheren UBS-Händler Tom Hayes zu 14 ... mehr lesen
Tom Hayes war unter anderem als Derivatehändler für die Schweizer Grossbank UBS tätig.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 20
Francesco Schettino: Weil er das Schiff verliess, wurde er als  «Käptain Feigling» verspottet.
Francesco Schettino: Weil er das Schiff ...
Schiffsunglück  Florenz - Kapitän Francesco Schettino ist mehr als vier Jahre nach der Havarie der «Costa Concordia» auch in zweiter Instanz zu 16 Jahren und einem Monat Haft verurteilt worden. Das Berufungsgericht in Florenz bestätigte damit das Urteil aus erster Instanz. mehr lesen 
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen   3
Der Sprayer bestritt, das Fahrrad geklaut zu haben.
Schweizer Sprayer  Wien - Mit einem Urteil von zehn Monaten unbedingte Haft ist am Wiener Straflandesgericht der Prozess gegen den Schweizer Sprayer ... mehr lesen  
WISSEN: OFT GELESEN
Titel Forum Teaser
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -4°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Basel -2°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
St. Gallen -1°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Bern -4°C 3°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wechselnd bewölkt
Luzern -1°C 4°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt bedeckt
Genf -3°C 6°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
Lugano 5°C 13°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten