Ali Sidan neuer libyscher Premierminister
Ex-Diplomat Sidan neuer Ministerpräsident in Libyen
publiziert: Montag, 15. Okt 2012 / 07:21 Uhr / aktualisiert: Montag, 15. Okt 2012 / 15:47 Uhr

Tripolis - Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Wochen hat das libysche Parlament einen neuen Ministerpräsidenten bestimmt. Die Wahl fiel auf einen langjährigen Gegner des früheren Machthabers Muammar al-Gaddafi, auf den Ex-Diplomaten Ali Sidan.

4 Meldungen im Zusammenhang
Bei der Abstimmung des Parlaments entfielen 93 Stimmen auf Sidan, der bisherige Minister für Kommunalangelegenheiten, Mohammed al-Hrari, erhielt 85, wie der Vorsitzende der Kammer am Sonntag mitteilte. Vor einer Woche hatte das Parlament in Tripolis den bisherigen Regierungschef Mustafa Abu Schagur abgesetzt.

Sidan hat zwei Wochen Zeit, um sein Kabinett vorzustellen. In einer Rede vor dem Parlament sagte Sidan, der Aufbau einer professionellen Armee und Polizei habe für ihn «höchste Priorität». Weiter soll Sidan nach der Ausarbeitung einer Verfassung im kommenden Jahr Libyen zu echten Parlamentswahlen führen.

Der 1950 geborene Sidan wurde in den 1970-er Jahren an die libysche Botschaft in Indien berufen, wo der heutige Parlamentspräsident, Mohammed al-Megarjef, damals als Missionschef tätig war. 1980 sagte sich Sidan von Gaddafi los, ging ins Exil und setzte sich von Genf aus für die Beachtung der Menschenrechte in Libyen ein.

Während des Arabischen Frühlings Anfang 2011 repräsentierte Sidan den oppositionellen libyschen Nationalen Übergangsrat in der westlichen Welt. Am 7. Juli 2012 wurde der Parteilose zum Abgeordneten gewählt, gab sein Mandat jedoch auf, um für den Posten des Regierungschefs kandidieren zu können.

Gaddafi hatte in dem nordafrikanischen Land mehr als vier Jahrzehnte lang uneingeschränkt geherrscht. Er wurde im Zuge eines Volksaufstandes, bei dem die Rebellen von einer internationalen Militärallianz massiv unterstützt wurden, gestürzt und am 20. Oktober 2011 auf der Flucht getötet.

(laz/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Tripolis - Die Parlamentswahl und die Regierungsbildung liefen noch halbwegs glatt, doch jetzt stockt der politische Prozess ... mehr lesen
Die Protestaktionen sollten am 15. Februar beginnen. (Symbolbild)
Tripolis/Istanbul - Die Minister der neuen libyschen Regierung müssen vor ihrer Vereidigung noch eine Hürde nehmen. Eine sogenannte Redlichkeitskommission untersucht Korruptionsfälle und Verbrechen aus der Zeit von Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi. mehr lesen 
Ministerpräsident Ali Seidan. (Archivbild)
Tripolis - Nach wochenlangem Hickhack hat Libyen eine neue Regierung: Das ... mehr lesen
Tripolis - Die neu gebildete Nationalversammlung in Libyen hat den früheren Oppositionsführer Mohammed al-Megarif zum ... mehr lesen
Das Volk hatte im Juli die Nationalversammlung gewählt.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. 13
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in wirtschaftlicher, finanzieller Hinsicht, aber auch in puncto Sicherheit.
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in ...
Bedürfnisse der Einheitsregierung  Wien - Die internationale Gemeinschaft hat sich zur Aufhebung des seit fünf Jahren gegen Libyen bestehende UNO-Waffenembargos bereit erklärt. Damit soll den Bedürfnissen der kürzlich gebildeten Einheitsregierung im Kampf gegen islamistische Milizen Rechnung getragen werden. 
Behinderung des Friedensprozess  Brüssel - Die EU hat wegen der Behinderung des Friedensprozesses in Libyen Sanktionen gegen drei Politiker beschlossen. Die Strafmassnahmen umfassen ein Einreiseverbot in die EU und das Einfrieren von Bankguthaben in Europa, wie aus EU-Kreisen in Brüssel verlautete.  
Waffenembargo gegen Libyen soll aufgehoben werden Wien - Die internationale Gemeinschaft hat sich zur Aufhebung des seit fünf Jahren gegen Libyen ...
Die Lage in Libyen ist sehr schlecht - in wirtschaftlicher, finanzieller Hinsicht, aber auch in puncto Sicherheit.
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) ist in diesen Tagen an allen anderen Fornten unter Druck. ... Mi, 01.06.16 12:39
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Nach Frauenfeld, verehrter zombie wo sie sich mit der Maffia zu einem Zombiestaat vereinen und ganz ... Mi, 01.06.16 11:02
  • Kassandra aus Frauenfeld 1777
    Blödsinn! Das Schaf ist selbst daran Schuld, dass es vom Wolf gerissen wird, ... Mi, 01.06.16 00:50
  • Pacino aus Brittnau 730
    Radikale führen immer . . . . . . in die Sackgasse. Es ist auch die Linke, die die AfD gefördert ... Di, 31.05.16 07:36
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/home_col_3_1_4all.aspx?adrubIDs=950