Ex-Geheimdienstchef Regli fühlt sich verraten
publiziert: Samstag, 9. Jun 2007 / 13:56 Uhr

Bern - Der frühere Schweizer Geheimdienstchef, Peter Regli, empfindet grosse Genugtuung über seine Rehabilitation. Er sei jedoch sehr enttäuscht über gewisse Leute, sagte Regli in einem Interview mit der Zeitung «Der Bund».

Peter Regli fühlt sich von diversen Personen im Stich gelassen.
Peter Regli fühlt sich von diversen Personen im Stich gelassen.
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«Leute, die sich eigentlich vor mich hätten stellen müssen, haben mich verraten und mich auf den Scheiterhaufen gestellt», sagte Regli. Damit meinte der frühere Geheimdienstchef vermutlich auch seinen damaligen Chef, Alt-Bundesrat Adolf Ogi.

«Namen von bestimmten Personen, die in verantwortungsvoller Stellung waren oder sind, nehme ich nicht mehr in den Mund», sagte Regli. Zwischen ihm und Ogi habe es nie eine Aussprache gegeben. «Der Schaden war angerichtet, da nützt eine Aussprache nicht mehr viel», sagte Regli.

Groll hegt Regli auch gegen die frühere Bundesanwältin Carla del Ponte, welche die Ermittlungen gegen ihn geleitet hatte. Del Ponte habe ihn bei Nacht und Nebel verhaften lassen und ihn eine Nacht lang verhört.

Die Bundesanwaltschaft hatte Anfang der Woche das letzte noch hängige Verfahren gegen Regli eingestellt. Regli sei damit rehabilitiert, teilte das Verteidigungsdepartement mit. Die Bundesanwaltschaft hatte 1999 Ermittlungen gegen den früheren Chef des Nachrichtendienstes aufgenommen.

(smw/sda)

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