Ex-Geliebte von Bankier schuldig gesprochen
publiziert: Mittwoch, 17. Jun 2009 / 20:44 Uhr

Genf - Die Ex-Geliebte des getöteten französischen Bankiers Edouard Stern ist vom Genfer Strafgericht des Mordes für schuldig befunden worden. Sie habe ihren Liebhaber mit vier Schüssen umgebracht.

Das Gericht liess keine mildernde Umstände gelten.
Das Gericht liess keine mildernde Umstände gelten.
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Mit diesem Verdikt des Genfer Geschworenengerichts drohen der am Mittwoch verurteilten Ex-Geliebten Sterns bis zu 20 Jahren Gefängnis. Die weiss gekleidete Angeklagte hörte den Beschluss der Geschworenen unbewegt an. Im Verlauf des Prozesses hatte die Verteidigung auf Totschlag plädiert, das weniger hart bestraft wird.

Der Staatsanwalt verlangte dagegen eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Tötung, nicht aber wegen Mordes. Er hielt jedoch fest, dass sich das Verbrechen am Rande des Mordes befinde.

Der Staatsanwalt hatte ihr am Vortag vorgeworfen, aus Habgier gehandelt zu haben, um sich die vom Bankier überwiesene Million Dollar definitiv zu sichern.

Vorläufig offen bleibt das Strafmass. Darüber werden die Geschworenen am Donnerstag beraten. Am frühen Nachmittag soll das Strafmass dann bekanntgegeben werden.

«Berechnend gehandelt»

Das Gericht kam zum Schluss, die 40-jährige Angeklagte habe beim Mord am 28. Februar 2005 berechnend gehandelt und gelogen. Statt zusammenzubrechen oder schreiend davonzulaufen, als die Situation eskalierte, habe die Frau eine Waffe gesucht und vier Kugeln abgefeuert.

Sie habe danach verräterische Beweismittel zusammengesucht, um diese beiseite zu schaffen, hielt das Gericht fest. Ihr nahestehende Personen und ihren Bankier habe sie angelogen, um an die Million Dollar zu kommen, die ihr Stern als «Liebesbeweis» überwiesen habe.

Ein solches überlegtes, manipulatorisches und zynisches Verhalten entspreche nicht einer Frau, die zutiefst verwirrt sei. Mildernde Umstände liess das Gericht deshalb nicht gelten. Es gestand der Angeklagten wegen ihres Borderliner-Charakters lediglich eine leicht verminderte Zurechnungsfähigkeit zu.

Entsprechend happig dürfte das Strafmass ausfallen. Auf Mord steht bis zu 20 Jahre Gefängnis. Im Falle von Totschlag wären es höchstens 10 Jahre gewesen.

(ht/sda)

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